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Fünfte bei Olympia in Tokio : Gesa Krause setzt sich ein neues Ziel

Die Frankfurterin Gesa Krause bei den Olympischen Spielen in Tokio Bild: dpa

Die 29 Jahre alte Leichtathletin kann nicht über die volle Distanz bei den 3000 Meter Hindernis vorne mithalten, hat am Ende aber einen langen Atem. Dann blickt sie bereits nach vorne.

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          Die angestrebte olympische Medaille von Tokio hat Gesa Krause verpasst, nun strebt sie eine in Paris an. Im Rennen über 3000 Meter Hindernis spurtete sie an diesem Mittwoch in 9:14,00 Minuten auf Platz fünf und war damit stärkste Europäerin. Gut zwölf Sekunden vor ihr war Peruth Chemutai im Ziel (9:01,45) und machte sich damit zur ersten Olympiasiegerin aus Uganda.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          In München 1972 wurde John Akii-Bua über 400 Meter Hürden erster Olympiasieger Ugandas, in London 2012 Stephen Kiprotich im Marathon der zweite. Zweite des Hindernislaufs wurde die Amerikanerin Courtney Frerichs (9:04,79) vor der Kenianerin Hyvin Kiyeng (9:05,39).

          „Ich mache weiter“

          „Am Ende des Tages würde ich trotzdem nicht sagen, dass es irgendwie schlecht war. Ich bin Fünfte bei Olympischen Spielen geworden, das ist definitiv eine gute Leistung“, sagte die zweimalige Europameisterin und zweimalige Weltmeisterschafts-Dritte Krause: „Ich mache auf jeden Fall drei Jahre weiter.“

          In London 2012 war sie Achte geworden, in Rio 2016 Sechste. Als das Feld der sechzehn Läuferinnen zum ersten Mal zerriss, gelang es der Frankfurterin noch, zur Spitzengruppe aufzuschließen. Beim zweiten Mal, gut zwei Runden vor Schluss, konnte sie nicht mehr zulegen.

          Dies war umso enttäuschender, als sie direkt aus dem Höhentraining in der Schweiz nach Japan angereist war, einem von unzähligen, in denen sie sich über die Jahre auf den Wettbewerb vorbereitet hatte, der zum Höhepunkt ihrer Karriere werden sollte. Am Dienstag, als sie 29 Jahre alt wurde, feierte sie, selbstverständlich, nicht.

          Im Sprint über 200 Meter gewann der Kanadier Andre De Grasse seine fünfte olympische Medaille, und endlich war es eine goldene. Er war in 19,62 Sekunden im Ziel, deutlich vor den Amerikanern Kenneth Bednarek (19,68) und Noah Lyles (19,74). Auf Platz vier sprintete der erst 17 Jahre alte Amerikaner Erriyon Knigthon (19,93). Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro wurde De Grasse Zweiter hinter Usain Bolt aus Jamaika und gewann zudem Bronze über 100 Meter mit der Staffel. Am Sonntag wurde er Dritter über 100 Meter hinter dem Italiener Marcell Jacobs und dem Amerikaner Fred Kerley.

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