https://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/olympia-auslosung-deutsche-handballer-gegen-frankreich-und-spanien-17273928.html

Harte Brocken für Handballer : Schwere Vorrunde macht Medaillenweg einfacher

  • Aktualisiert am

Das deutsche Team freut sich auf Tokio, hat dort aber erwartungsgemäß harte Aufgaben zu lösen. Bild: dpa

Olympia-Gastgeber Japan darf sich beim Handballturnier die Gruppe aussuchen, und entscheidet sich gegen den Pool mit dem Rekordweltmeister, dem aktuellen Europameister und Deutschland.

          2 Min.

          Auftakt gegen Europameister Spanien, Höchstschwierigkeit gegen Rekordweltmeister Frankreich: Die deutschen Handballer haben bei der Auslosung für die Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) eine herausfordernde Gruppe A erwischt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft zudem noch auf Norwegen, Panamerika-Meister Argentinien sowie Brasilien. Die besten vier Mannschaften der beiden Parallelstaffeln qualifizieren sich für das Viertelfinale.

          In der Gruppe B messen sich Olympiasieger Dänemark, der WM-Zweite Schweden und Portugal mit Gastgeber Japan, Afrikameister Ägypten und Asien-Sieger Bahrein. Eine Besonderheit der Auslosung in Basel war, dass sich die vom früheren Bundestrainer Dagur Sigurdsson betreuten Japaner die Gruppe aussuchen durften, nachdem jeweils fünf Mannschaften ausgelost worden waren. Die mit den Gastgebern in Topf vier plazierten Brasilianer mussten dann mit der anderen Gruppe vorlieb nehmen, die dem Augenschein nach schwieriger erscheint.

          Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes(DHB), zeigte sich genau deshalb zufrieden mit der Auslosung. „Ich hatte auf eine so starke Gruppe gehofft“, sagte der 53-Jährige: „Unser Weg zu einer Medaille ist so vielleicht einfacher“. Hanning hatte den Olympiasieg als Ziel ausgerufen und hielt zuletzt trotz Kritik an den höchstmöglichen Ambitionen fest. „Natürlich träumen die Spanier, die Norweger, die Franzosen, die Dänen das auch, aber am Ende kann nur einer den Traum leben“, sagte er im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid): „Und wir haben uns entschieden, dass wir das diesmal sein wollen.“

          Die deutsche Mannschaft startet am 24. Juli gegen Spanien ins Turnier, danach geht es gegen Argentinien, Frankreich, Norwegen und Brasilien. „Zu Norwegen, Frankreich und Spanien muss man nicht viel sagen. Wir haben sehr etablierte Mannschaften als Gegner“, erklärte Gislason, der sich auf Rechenspiele generell nicht einlässt: „Wir nehmen es so, wie es kommt, und freuen uns auf die Aufgabe.“ DHB-Sportvorstand Axel Kromer erklärte: „Wir gehen als deutsche Handball-Nationalmannschaft in jedes Spiel, um zu gewinnen. Wir wollen in unserer Gruppe möglichst weit vorn landen, aber der erste Schritt ist der Einzug ins Viertelfinale“.

          Die K.o.-Runde ist für den 4. August angesetzt, die Medaillenspiele finden am 8. August statt. Alle Partien werden im Yoyogi National Stadium in Tokio ausgetragen. Bei den Olympischen Spiel in Rio 2016 hatte Deutschland noch unter Trainer Sigurdsson durch einen Sieg über Polen im kleinen Finale die Bronzemedaille gewonnen.

          Die deutsche Mannschaft löste im März beim Qualifikationsturnier in Berlin gemeinsam mit Schweden souverän ihr Ticket. Die Weltmeisterschaft in Ägypten im Januar hatte die DHB-Auswahl dagegen personell gebeutelt auf einem historisch schlechten zwölften Platz beendet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.