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Olympische Schockmomente : Nichts für schwache Nerven!

  • Aktualisiert am

Völlig am Ende: Der Franzose Samir Ait Said zieht sich beim Turnen einen Unterschenkelbruch zu und sorgt damit für das bislang schlimmste Bild bei Olympia in Rio. Bild: AP

Stürze, Brüche, Bänderrisse: Die Olympischen Spiele sind erst wenige Tage alt, doch schon stockte den Zuschauern mehrfach der Atem. Die Verletzungen eines Turners und einer Radfahrerin sind besonders heftig.

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          Gerade einmal zwei Wettkampftage sind bei den Olympischen Spielen in Rio geschafft, doch hat den Sportfans schon einige Male der Atem gestockt. Zahlreiche Stürze mit vielen Knochenbrüchen haben beispielsweise die Radrennen überschattet, auch im Turnen gab es bereits schlimme Verletzungen. Dazu verletzte sich ein deutscher Tennisprofi schwer. FAZ.NET hat einige schmerzhafte Momente gesammelt:

          Im Turnen erlitt der deutsche Mehrkampfmeister Andreas Toba bereits am Samstag im olympischen Vorkampf einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Verletzung des Innenmeniskus. Trotzdem geht er unter großen Schmerzen noch an das Pauschenpferd, um der deutschen Mannschaft zum Einzug ins Teamfinale zu verhelfen. Eine Medaille ist für ihn dahin, ein Held ist er trotzdem.

          Held von Rio : Andreas Toba turnt sich mit Kreuzbandriss ins Finale

          Noch schlimmer als die Bilder von Tobas Verletzung sind die Aufnahmen vom Bein des Franzosen Samir Ait Said. Der Turner landete am Samstagabend beim Sprung so unglücklich auf dem linken Bein, dass sein Unterschenkel durchbricht und fast im 90-Grad-Winkel zum Oberschenkel steht. Ein Aufschrei des Entsetzens geht durch das Publikum. Auf einer Trage wird der Europameister von 2013 nach minutenlanger Behandlung auf der Sprung-Matte aus der Halle gebracht.

          Auch im Radsport gibt es einen ähnlichen Schockmoment: Die Niederländerin Annemiek van Vleuten kracht auf der Abfahrt von der Vista Chinesa kopfüber in Führung liegend in den Straßengraben und bleibt regungslos liegen. Es muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Am Abend gibt der niederländische Radsport-Verband die Diagnose bekannt: Van Vleuten hat sich drei Knochenabsplitterungen an der Lendenwirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen. Die 33-Jährige sei bei Bewusstsein, könne sprechen und sei trotz ihrer Lage klar im Kopf. Landsfrau Anna van der Breggen gewinnt das Rennen, zum Feiern ist ihr nicht zumute.

          Ein wenig glimpflicher ging der Sturz des früheren Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali aus. Der Italiener und der Kolumbianer Sergio Henao rasen in einer dreiköpfigen Spitzengruppe einer sicheren Medaille entgegen, ehe sie auf der letzten Abfahrt beide stürzen. Das Ergebnis: Nibali erleidet einen Schlüsselbein-, Henao einen Beckenbruch. Es sind nicht die einzigen Stürze mit Folgen. Den Australier Richie Porte zieht sich bei einem Sturz einen Schulterbruch zu.

          Und auch beim Tennis ist man vor schlimmen Verletzungen nicht gefeit: Dustin Brown knickt bei seiner Olympia-Premiere in seinem Erstrunden-Spiel gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci um und muss aufgeben. Später twittert der Deutsch-Jamaikaner ein Bild von seinem Knöchel. Ein doppelter Bänderriss wird ihn zu einer mehrwöchigen Pause zwingen.

          Schlimm erwischte es schon vor der offiziellen Eröffnungsfeier Fußballspielerin Simone Laudehr. Die Nationalspielerin erlitt im Auftaktspiel der deutschen Elf gegen Zimbabwe (6:1) nach einem Foul einen Außenbandriss im Sprunggelenk. Bundestrainerin Silvia Neid kritisierte später, die Mittelfeldspielerin sei von den Afrikanerinnen „zusammengetreten“ worden.

          Glück im Unglück: Annemiek van Vleuten stürzte schwer, verletzte sich aber nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. Bilderstrecke
          Glück im Unglück: Annemiek van Vleuten stürzte schwer, verletzte sich aber nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. :

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