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Olympisches Wasserspringen : 15 Jahre alte Chinesin macht alle nass

  • Aktualisiert am

Ren Qian springt in Rio zur Goldmedaille im Wasserspringen. Bild: Reuters

Wasserspringerin Ren Qian kürt sich in Rio zur zweitjüngsten Olympiasiegerin in dieser Disziplin. Eine gleichaltrige Deutsche ist auch dabei – und hat danach Grund zur Freude.

          Der Bundestrainer stupste die jüngste deutsche Olympia-Starterin in Rio voller Anerkennung an. Elena Wassen konnte zwar nicht mit dem Finale im Turmspringen überraschen, aber auf gute Sommerspiele blickte sie trotzdem mit einem Lächeln zurück. „Ich nehme auf jeden Fall sehr viel Erfahrung und Selbstbewusstsein mit“, sagte die 15-Jährige. „Es ist das größte Sportevent der Welt, und es ist schön, ein Teil davon zu sein.“

          Bei den Europaspielen wurde sie Dritte, bei der EM landete sie auf Rang 15, bei der letzten WM wurde sie 24. Da ist Platz 17 in Rio ein Erfolg. Das findet auch Bundestrainer Lutz Buschkow. „Sie hat sich tapfer aus der Affäre gezogen und hat einen guten Eindruck als jüngstes Mannschaftsmitglied der Olympiamannschaft hinterlassen.“

          Die Nachwuchs-Wasserspringerin blieb am Donnerstag im Halbfinale beim Wettkampf aus zehn Metern Höhe mit 276,40 Punkten allerdings unter ihrer Vorkampfleistung (291,90). Bei der Addition ihrer besten Sprünge sei durchaus das Finale möglich gewesen, sagte Buschkow. „Beim ersten Olympiastart mit Platz 17 nach Hause zu fahren, ist für so eine junge Springerin aber sehr gut.“ Sie solle Stück für Stück besser werden. Und in Tokio ins Finale springen.

          Sie gewann mit 439,25 Punkten vor ihrer 17 Jahre alten Teamkollegin Si Yajie. Bilderstrecke

          Mit 15 Jahren lernte Wassen in Rio. Das hat eine gleichaltrige Chinesin nicht mehr nötig. Ren Qian kürte sich zur zweitjüngsten Olympiasiegerin in dieser Disziplin. Nur Fu Mingxia war 1992 mit 13 Jahren jünger. Ren Qian holte sich am Donnerstag Gold mit 439,25 Punkten vor ihrer 17 Jahre alten Teamkollegin Si Yajie, die auf 419,40 Punkte kam. Die Kanadierin Meaghan Benfeito gewann Bronze mit 389,20 Punkten. Damit haben die Chinesen sechs von bislang sieben Wassersprung-Goldmedaillen gewonnen.

          Zum Abschluss der Wettbewerbe in Rio steht noch die Entscheidung der Männer aus zehn Metern Höhe an. Dank Sascha Klein und Martin Wolfram hofft der Deutsche Schwimm-Verband auf einen erfolgreichen Abschluss-Wettkampf in der Königsdisziplin.

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