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Olympische Geschichten (16) : Die singenden Rugbyspieler aus Fidschi

Gemeinsam die Herausforderung meistern: Ich verstand kein einziges Wort. Ihre Gegenspieler später auf dem Feld auch nicht. Bild: AP

Rio 2016: In inniger Umarmung schienen die Rugbyspieler aus Fidschi zu beten, dann stimmten sie aus zarten Kehlen, die gar nicht zu ihren wuchtigen Körpern passten, ein melancholisches Lied an.

          6 Min.

          Das Schönste an Olympia steht nicht im Terminkalender. Es sind die vielen Begegnungen mit der ganzen Welt. Zum Beispiel mit Bermin Weilbacher, den ich am letzten Tag der Spiele von Sydney 2000 beim Kaffee vor dem Pressezentrum kennenlernte. Er erzählte, dass auch Mikronesien nun eine olympische Nation war, zum ersten Mal. Bermin, dessen Opa aus Hamburg gekommen war, als der Großteil der zweitausend Inseln in der westlichen Südsee eine Kolonie des deutschen Kaiserreichs bildete, war der einzige Journalist aus Mikronesien in Sydney, und besonders stolz berichtete er, dass er offiziell zur fünfzehnköpfigen Delegation zählte, wie die fünf Sportler. Gewonnen hatten sie nichts.

          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Aber Elias Rodriguez aus Mikronesien war an jenem Sonntag um 19.10 Uhr Ortszeit als 81. des Marathons mit der Zeit von 3:09:14 Stunden der letzte aktive Sportler der Spiele von Sydney und wurde von 100.000 Menschen im Olympiastadion gefeiert.

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