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Olympische Geschichten (8) : Wie Muhammad Ali die Menschen berührte

Muhammad Ali bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Juli 1996 in Atlanta Bild: Getty

Seinen wohl schwersten Kampf erlebte der größte Boxer aller Zeiten nicht im Ring, sondern bei den Spielen 1996 mit der olympischen Fackel in der von Angst und Parkinson zitternden Hand. In Atlanta zeigte Ali noch einmal das Stehvermögen des Fighters.

          5 Min.

          Zur Geisterstunde stand da plötzlich der Mann in Weiß. Es war kurz nach Mitternacht, Präsident Bill Clinton hatte nach dem schier endlosen Einmarsch der Athleten die Spiele der XXVI. Olympiade gerade noch am geplanten Datum eröffnet, am 19. Juli 1996 um 23.59 Uhr. Nur wenige Schritte fehlten noch, die 15.000 Meilen lange Stafette des Olympischen Feuers durch Amerika in Atlanta zu beenden – da ließ der Anblick der Gestalt am Fuß des Flammenturmes 10.000 Sportlern im Innenraum des Olympiastadions, 83.000 Zuschauern auf den Rängen und drei Milliarden an den Fernsehern den Atem stocken.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Olympische Eröffnungsfeiern, ursprünglich eine etwas altbackene Mischung von archaischer Symbolik und rituellem Pathos, mit Eid und Einmarsch, Flagge, Flamme, Friedenstauben, hatten sich seit der Disney-Show der Spiele von Los Angeles 1984 zu einem eigenen olympischen Wettbewerb entwickelt – einem Wettbewerb Olympischer Spiele untereinander, wessen Dramaturgen, Choreographen, Maskenbildern die künstlerisch modernste, artistisch packendste und emotional bewegendste Eröffnung gelinge.

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