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Neue Olympia-Chefin : Gleichstellung auf Japanisch

Eine Nachfolgerin für Mori: Seiko Hashimoto Bild: dpa

Eine abfällige Bemerkung über Frauen kostete Yoshiro Mori den Posten als Olympia-Chef. Dass die Nachfolge weiblich sein wird, war zu erwarten. Für die Emanzipation ist die Ernennung von Seiko Hashimoto allerdings kein Sieg.

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          Die abfällige Bemerkung des früheren Präsidenten des japanischen Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in Tokio, Yoshiro Mori, dass Frauen in Sitzungen zu viel sprächen, war ein Skandal. Zu Recht musste der 83 Jahre alte Mori unter Druck der japanischen und internationalen Öffentlichkeit von dem Amt zurücktreten.

          Der weit größere Skandal aber ist, wie Japan sich danach dem Druck gefügig machte und erwartungsgemäß mit Seiko Hashimoto eine Frau mit der Nachfolge betraute. Den Vorgang als Sieg für die Gleichberechtigung zu feiern ist eine Farce. Japan und das Organisationskomitee konnten gar nicht mehr anders, als eine Frau in das Amt zu setzen, weil sie sonst in der Luft zerrissen worden wären und die Spiele im Schatten des Coronavirus noch mehr gefährdet hätten. So tritt man die Idee der Gleichberechtigung mit Füßen.

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