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Kohei Uchimura : Der König der Turner besteigt den Thron

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Kopfüber zum Gold: Kohei Uchimura gewinnt den Turn-Mehrkampf Bild: Reuters

Kohei Uchimura hält im großen Duell den Ukrainer Oleg Wernjajew in Schach und krönt sich zum zweiten Mal zum König der Turner. Es gibt allerdings Pfiffe. Die Deutschen turnen im Mehrkampf-Finale respektabel, bleiben aber chancenlos.

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          Bei der großen Show von „King Kohei“ spielten die deutschen Turner am Mittwoch in der Olympic Arena nur Nebenrollen. Der 27-jährige Japaner Kohei Uchimura wehrte vier Jahre nach seinem Olympiasieg in London auch in Rio de Janeiro den nächsten Angriff der Konkurrenz ab und ist nun seit sieben Jahren im Mehrkampf ungeschlagen.

          Der sechsmalige Allround-Weltmeister setzte sich mit 92,365 Punkten ganz knapp vor Oleg Wernjajew durch, der vor vier Tagen den Vorkampf für sich entschieden hatte. Der Ukrainer, der bis zum letzten Gerät noch geführt hatte, belegte vor 11.000 Zuschauern mit 92,266 Punkten den zweiten Rang vor dem Briten Max Whitlock. Einig Besucher quittierten die letzte Wertung des Ukrainers am Reck mit Pfiffen.

          Sieger und Besiegter: Olympiasieger Kohei Uchimura (links) und Oleg Werniaiev Bilderstrecke
          Sieger und Besiegter: Olympiasieger Kohei Uchimura (links) und Oleg Werniaiev :

          Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Meister Andreas Toba landeten deutschen Turner nur auf hinteren Rängen. Marcel Nguyen kam in seinem letzten internationalen Sechskampf mit 86,031 Punkten auf Platz 19. Vor vier Jahren hatte er noch Olympia-Silber gewonnen, war danach aber durch einige Verletzungen zurückgeworfen worden. Im Finale leistete er sich Wackler am Barren und am Pauschenpferd, die eine bessere Platzierung verhinderten.

          Der Bretschneider misslingt abermals

          Drei Stunden vor dem Wettkampf hatte der 28 Jahre alte Unterhachinger via Facebook noch einmal unterstrichen, dass er sich künftig nur noch auf einige Geräte spezialisieren wolle. Vor allem das Pferd hatte ihm in der Vergangenheit schon öfter Kummer bereitet.

          Andreas Bretschneider riskierte alles. Doch erneut misslang dem Chemnitzer der Versuch, erstmals den von ihm kreierten Doppelsalto mit zwei Schrauben in gestreckter Ausführung vor einem internationalen Kampfgericht zu präsentieren. Damit findet das schwerste Element der Turn-Geschichte („Bretschneider 2“) weiterhin keine Aufnahme in das Regelwerk. Bei beiden vorangegangen Olympia-Wettkämpfen war der Sachse an der gehockten Ausführung des „Bretschneider“ gescheitert. Ansonsten turnte der Sache aber sein Programm durch, doch das reichte mit 84,965 Punkten nur zu Rang 20.

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