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Tennis : Williams raus, zwei Deutsche weiter

  • Aktualisiert am

Ausgeschieden: Serena Williams bei ihrem Match in Rio. Bild: Reuters

Traumfinale abgesagt: Weltranglistenerste Serena Williams scheitert überraschend früh. Angelique Kerber dagegen darf weiter träumen. Die beste deutsche Tennisspielerin steht im Viertelfinale - und das nicht als einzige Deutsche.

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          Die Weltranglisten-Ersten Serena Williams aus den Vereinigten Staaten ist beim olympischen Tennis-Turnier in Rio de Janeiro überraschend schon im Achtelfinale ausgeschieden. Die topgesetzte Olympiasiegerin von London unterlag am Dienstagabend (Ortszeit) der Ukrainerin Jelina Switolina nach 1:11 Stunden mit 4:6, 3:6. Switolina trifft in der Runde der letzten Acht auf die Tschechin Petra Kvitova.

          Die deutschen Tennis-Damen dagegen sind jetzt schon so erfolgreich wie bei Olympia seit 24 Jahren nicht mehr. Wimbledon-Finalistin Angelique Kerber und Spätstarterin Laura Siegemund erreichten nach Zweisatz-Siegendas Viertelfinale.

          Zwei Deutsche können ins Halbfinale kommen

          Erstmals seit 1992 mit Steffi Graf und Anke Huber haben damit zwei deutsche Spielerinnen die Chance, das Halbfinale zu erreichen. Die Sommerspiele in Barcelona endeten damals mit einer Silbermedaille für Tennis-Ikone Graf. Vielleicht geht in Rio sogar noch mehr.

          Der Traum von einer Medaille lebt: Angelique Kerber steht im Viertelfinale

          „Ich bleibe sehr, sehr gerne bis zum Ende“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner schmunzelnd. Denn die Weltranglisten-Zweite Kerber unterstrich mit einem über weite Strecken starken Auftritt am Dienstag ihre Ambitionen und warf die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur mit 6:0, 7:5 aus dem Turnier. Nun will sich die Viertelfinalistin von 2012 auch nicht von Johanna Konta stoppen lassen. Gegen die Britin hatte die Kielerin auf ihrem Weg zum ersten Grand-Slam-Sieg im Januar bei den Australian Open im Halbfinale gewonnen.

          Kerber hatte in ihrem Achtelfinale gegen die Australierin Stosur zunächst keinerlei Probleme. 32 Minuten benötigte sie für den souverän gewonnen ersten Satz. Im zweiten Durchgang wurde es etwas spannender. Nach einem Break zum 4:2 vergab Kerber wenig später ihren Matchball mit einem Doppelfehler. Stosur gelang daraufhin das Rebreak zum 5:5. Kerber ließ sich nicht beirren, nahm der Australierin postwendend den Aufschlag wieder ab. Sie bejubelte ihr Break zum 6:5 mit einem „Komm jetzt“. Wenig später machte sie dann alles klar.

          Siegemund mit Chancen

          Mit dem 6:4, 6:3 über die Belgierin Kirsten Flipkens zog Siegemund ins Viertelfinale ein und bekommt es nun mit Monica Puig aus Puerto Rico zu tun. „Für mich ist das jetzt schon eine Riesenleistung. Ich habe bestätigt, dass ich hier sein darf. Das, was kommt, ist Sahnehäubchen“, sagte die Metzingerin.

          Noch zwei Siege fehlen den beiden verbliebenen deutschen Teilnehmern, damit sie wie zuletzt Tommy Haas 2000 mit Silber eine Einzelmedaille feiern können. Auch Siegemund ist bei ihrer Olympia-Premiere eine Überraschung zuzutrauen. „Ich glaube, dass sie so einen Schwung mitbringt, dass sie jeden schlagen kann“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. „Es ist beeindruckend, wie sie sich präsentiert.“

          In der Runde der besten Acht wird Siegemund vermutlich all ihre Energie benötigen. Als Weltranglisten-32. steht die Taktikerin zwei Plätze besser da als Puig. Gespielt hat sie noch nie gegen ihre nächste Kontrahentin, die überraschend die French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza abfertigte.

          Trotz allem Ehrgeiz will Siegemund Olympia vor allem genießen. Sie versucht, einen Tick entspannter zu sein - und hat damit Erfolg. Das ist jedoch nicht einfach für eine Perfektionistin wie sie. „Aber ich habe gelernt, manchmal auch locker zu lassen. Dann kommt viel mehr positive Energie vom Kopf“, sagte die Spätstarterin.

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