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Weltverband greift durch : Russische Gewichtheber werden von Olympia ausgeschlossen

  • Aktualisiert am

Auschluss: Die russischen Gewichtheber und Gewichtheberinnen dürfen nicht bei Olympia antreten. Bild: dpa

Nach den Vorwürfen des systematischen Dopings gegen das Olympia-Team aus Russland hat der Weltverband der Gewichtheber Konsequenzen gezogen: die russischen Gewichtheber dürfen nicht teilnehmen.

          Der Gewichtheber-Weltverband hat alle russischen Athleten ausgeschlossen, die bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start gehen sollten. Betroffen sind acht vom
          nationalen Verband nominierte Sportler, teilte die IWF nach einer Entscheidung des Exekutivkomitees am Freitag mit. Zuvor hatte schon der Leichtathletik-Weltverband IAAF einen Komplett-Bann gegen
          Russlands Sportler verhängt.

          Die Nominierung der Olympia-Zweiten Tatjana Kaschirina und der WM-Dritten Anastasia Romanowa wurde zuvor vom Nationalen Olympischen Komitee Russlands zurückgezogen. Vier weitere Gewichtheber waren im Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur unter der Leitung von Richard McLaren als Nutznießer des systematischen Dopings in Russland erwähnt worden. Außerdem bestätigte der russische Gewichtheber-Verband am Freitag, dass sieben Athleten des Landes bei Nachtests der Spiele von Peking 2008 und London 2012 positive Befunde aufwiesen.

          Die IWF begründete den Ausschluss damit, dass der russische Verband und seine Gewichtheber "den Sport in Verruf gebracht" hätten. "Die Integrität des Gewichtheber-Sports wurde von Russen mehrere Male und auf mehreren Ebenen schwer beschädigt", hieß es in einer Mitteilung. Deshalb sei diese "angemessene Sanktion" verhängt worden, um den Status des Sports zu bewahren.

          Verband soll sich gegen Ausschluss wehren

          Eine Vertreterin des russischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) riet am Freitagabend in Moskau dem russischen Gewichtheberverband gegen seinen Olympia-Ausschluss vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne vorgehen. Die Entscheidung über Rechtsmittel müsse aber der Verband selbst treffen, sagte Alexandra Brilliantowa, Leiterin der NOK-Rechtsabteilung, in Moskau der Staatsagentur Tass.

          Währenddessen will das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees ab Samstag in Rio de Janeiro über die Folgen der Entscheidung beraten, Russland nicht komplett für die Sommerspiele auszuschließen. Trotz nachweislichen Staatsdopings verzichtete das IOC bisher auf einen vollständigen Bann und gewährt russischen Athleten die Teilnahme, wenn sie nicht im Kontrollsystem ihres Landes involviert waren. Dieser Beschluss hatte dem IOC weltweit auch heftige Kritik eingebracht.

          Die IOC-Führung unter der Leitung des deutschen Präsidenten Thomas Bach wird sich zudem über den Stand der Organisation der Rio-Spiele vor der Eröffnungsfeier am 5. August informieren. Zugleich wird die Sitzung auch zur der Vorbereitung der 129. IOC-Session von Dienstag bis Donnerstag in der Olympiastadt genutzt werden.

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