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Judoka Beslan Mudranow : Erstes Gold für umstrittene Russen

  • Aktualisiert am

„Das war nicht unser letztes Gold in Rio“: Judoka Beslan Mudranow aus Russland. Bild: Reuters

Lange war unsicher, ob Russen an Olympia teilnehmen dürfen. Viele dürfen – und einer holt am ersten Tag die erste Goldmedaille. Dass Beslan Mudranow siegt, dürfte Wladimir Putin besonders freuen.

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          Beslan Mudranow reckte die Arme in den Höhe und sprang seinem Trainer jubelnd in die Arme. Der 30 Jahre alte Judoka holte am Samstag die erste Goldmedaille für das umstrittene russische Team bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. „Natürlich bedeutet diese Medaille viel für unser Land“, sagte der dreifache Europameister. „Es gab viel psychologischen Druck. Aber wir haben uns vorbereitet und sind darunter nicht zusammengebrochen.“

          Im Finale der Klasse bis 60 Kilogramm hatte sich Mudranow erst in der Verlängerung gegen den Kasachen Jeldos Smetow durchgesetzt. Dass nun die russischen Mattenkämpfer die erste Medaille unter dem Zuckerhut geholt haben, dürfte auch Russlands Staatschef Wladimir Putin freuen, einen früheren Judoka. Nach dem Staatsdoping-Skandal war bis zuletzt um das Startrecht russischer Athleten in Rio gerungen worden.

          Zwölf russischen Judokas sind aber dabei und durften schon am ersten Tag feiern. „Ich freue mich wirklich über das Gold, weil jeder weiß, was für eine Situation wir in Russland vor Olympia hatten“, sagte Mudranow nach seinem erfolgreichen Final-Kampf. Auch viele andere russische Athleten hätten Gold holen können, kritisierte er, „aber sie dürfen nicht dabei sein“. Kämpferisch versprach der Judoka: „Das war nicht unser letztes Gold in Rio.“

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