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Affäre im Liebeshotel : Der Krauler und die Moral

  • -Aktualisiert am

Daiya Seto darf auch bei Olympia 2021 in Tokio wieder auftacchen. Bild: Picture-Alliance

Japans Schwimmstar Daiya Seto darf trotz einer Affäre im Liebeshotel nun doch zu Olympia. Muss befürchtet werden, dass der Weltmeister die Moral im Athletendorf auf Unterwasserniveau drücken wird?

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          Erfreulich sind die Neuigkeiten vom jungen Herrn Seto, einem Menschen, der schwimmt. Der japanische Verband erlaubt ihm trotz moralischer Bedenken nun doch, bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start zu gehen. Wir erinnern uns: Reporter enthüllten, dass der begabte Krauler sich mit einer Frau, mit der er nicht verheiratet war, in einem sogenannten Liebeshotel getroffen hatte.

          Mal abgesehen davon, dass es scheinheilig ist, wenn ein Land extra Hotels für Schäferstündchen unterhält und sich dann aufregt, dass dort auch jemand absteigt, steht jetzt die Frage im Raum: Muss befürchtet werden, dass der Schwimm-Weltmeister die Moral im Athletendorf auf Unterwasserniveau drücken wird?

          Die Antwort: Eher nicht, wenn man bedenkt, dass 2016 im Athletendorf von Rio den Spendern 450.000 Kondome quasi aus den Händen gerissen wurden. Das macht bei 11.000 Athletinnen und Athleten knapp 41 pro Person! Und die sind ja wohl nicht alle untereinander verheiratet. Gut, einige Kondome wurden wohl als Souvenirs mitgenommen. Aber genug davon. Was die junge Frau Seto zu all dem sagt, ist ohnehin kein olympisches Thema.

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