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Fabelzeiten bei Olympia : Was steckt hinter der Rekordschwemme?

Wie ein hundertjähriges Orakel: Sydney McLaughlin Bild: AP

Das Rennen der Zukunft: Nach der schier unglaublichen Leistung des Norwegers Karsten Warholm fällt auch bei den Frauen der Weltrekord über 400 Meter Hürden. Sydney McLaughlin läuft die nächste Fabelzeit.

          3 Min.

          Die Spiele von Sydney sah L’Équipe, die französische Sport-Tageszeitung, voraus. Doch trotz des Olympiasiegs, trotz des fantastischen Weltrekords von 51,46 Sekunden, trotz eines der spannendsten Leichtathletik-Rennen dieser Spiele, wirkt der erwartete Triumph der Sydney McLaughlin an diesem Mittwochmorgen, nun ja, ein wenig wie die Nachricht von gestern: Nun haben auch die Amerikanerin sowie die Olympiasiegerin von Rio und Weltmeisterin von Doha, Dalilah Muhammad (51,58), den Weltrekord über 400 Meter Hürden pulverisiert, den sie selbst erst bei den US-Trials im Juni unter 52 Sekunden gedrückt hatte (51,90).

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Woran liegt es, dass schier unglaubliche Leistungen den einen Tag als Sensation gelten, den anderen fast schon als normal? An ihrer Häufigkeit? McLaughlin verbesserte die Zeit für die Stadionrunde um 44 Hundertstelsekunden, Muhammad blieb 32 Hundertstel unter dem alten Weltrekord. Die Niederländerin Femke Bol wurde in 52,03 Sekunden Dritte. Das war Europarekord; vor sechs Wochen wäre es Weltrekord gewesen.

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