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Olympisches Tennisturnier : Zverev souverän ins Viertelfinale – Aus im Doppel

  • Aktualisiert am

Auf seinen Aufschlag konnte sich Alexander Zverev im Achtelfinale verlassen. Bild: Reuters

Alexander Zverev setzt sich im Achtelfinale des olympischen Tennisturniers durch. Im Doppel scheiden er und Jan-Lennard Struff hingegen aus. Eine Runde weiter ist dafür ein anderes deutsches Duo.

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          Deutschlands besten Tennisspieler Alexander Zverev trennt bei den Olympischen Spielen nur noch ein Sieg vom wahrscheinlichen Halbfinal-Duell mit Topstar Novak Djokovic. Eine lange fantastische Quote bei eigenem Aufschlag half dem Medaillenkandidaten am Mittwoch in Tokio zum 6:4, 7:6 (7:5) gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili. Als erster Deutscher seit 21 Jahren zog Zverev damit beim olympischen Tennis-Turnier ins Viertelfinale der Einzel-Konkurrenz bei den Herren ein.

          Im Doppel hat Zverev hingegen mit Jan-Lennard Struff die Medaillenchance bei den Olympischen Spielen in Tokio vertan. Im Viertelfinale unterlag das deutsche Duo am Mittwoch den US-Amerikanern Austin Krajicek und Tennys Sandgren verdient mit 3:6, 6:7 (4:7). Damit ist keine deutsche Paarung mehr im Wettbewerb.

          Anders als am Vortag blieben Struff und Zverev nicht ohne eigenen Aufschlagverlust. Die beiden kassierten beim Service von Struff ein Break zum 2:4, es war die Entscheidung im ersten Satz. Ein paar Mal schüttelte Zverev den Kopf, verärgert schmiss er im zweiten Durchgang nach einem verschlagenen Volley seinen Schläger. Der Hamburger und der Sauerländer kämpften sich dann in den Tiebreak, in dem die US-Profis aber die Besseren waren.

          Im Einzel gegen Chardy

          In der Runde der besten Acht wartet am Donnerstag gegen Jeremy Chardy aus Frankreich erneut eine lösbare Aufgabe. Letzter deutscher Viertelfinalist im olympischen Herren-Einzel-Wettbewerb war Tommy Haas 2000 in Sydney, der am Ende Silber gewann. Bei den Damen holte zuletzt Angelique Kerber vor fünf Jahren in Rio de Janeiro die Silbermedaille.

          Nach zwei lockeren Runden war der Weltranglisten-41. Bassilaschwili die erste schwierigere Aufgabe für Zverev bei seiner Olympia-Premiere. Abgesehen vom leichten Zittern am Ende löste er diese überzeugend und beeindruckte lange insbesondere mit einer seltenen Quote in seinen Aufschlagspielen: Im ersten Satz erlaubte Zverev dem Georgier keinen Punkt.

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          Sieben Aufschlagspiele nacheinander gewann er zu Null. Erst nach 49 Minuten und beim Stand von 2:2 im zweiten Satz ging erstmals ein Ballwechsel an den Kontrahenten, als Zverev aufschlug. Als es allerdings darum ging, bei 5:3 im zweiten Satz das Match zu beenden, hatte der Hamburger Probleme. Zverev ließ Matchbälle aus und den Gegner ausgleichen.

          Im Einzel ist Zverev der letzte verbliebene deutsche Teilnehmer. Für Davis-Cup-Kollege Dominik Koepfer endete mit dem 6:7 (7:9), 3:6 gegen den Spanier Pablo Carreno Busta die erste Olympia-Teilnahme. Eine Runde sind im Mixed hingegen Laura Siegemund und Kevin Krawietz. Das Duo aus Metzingen besiegte im Achtelfinale die an Position drei gesetzten US-Amerikaner Bethanie Mattek-Sands/Rajeev Ram (USA/Nr. 3) nach einem starken Auftritt 6:4, 5:7, 10:8 und trifft nun auf den serbischen Tour-Dominatoren Novak Djokovic mit seiner Partnerin Nina Stojanovic.

          Djokovic im Viertelfinale

          Topstar Novak Djokovic hat beim olympischen Tennis-Turnier wie der Hamburger Alexander Zverev das Viertelfinale erreicht. Der serbische Weltranglisten-Erste gewann am Mittwoch in Tokio gegen Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien souverän 6:3, 6:1. Im Kampf um den Halbfinal-Einzug bekommt es der 34-Jährige am Donnerstag mit dem Japaner Kei Nishikori zu tun.

          Djokovic hat in diesem Jahr die Chance, als erster Profi bei den Herren den Golden Slam zu gewinnen. Dafür fehlen ihm noch Olympia-Gold und der Titel bei den US Open. Bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren hat der Serbe 2021 bereits triumphiert. Im Halbfinale der Olympischen Spiele könnten Zverev und Djokovic aufeinandertreffen.

          Nach diversen unerwarteten Ergebnissen im Damen-Einzel gab es unterdessen auch bei den Herren mit dem Aus für den griechischen French-Open-Finalisten Stefanos Tsitsipas die erste größere Überraschung. Die Nummer drei der Setzliste verlor 6:2, 6:7 (4:7), 2:6 gegen Ugo Humbert aus Frankreich. (dpa)

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