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Leichtathletik : Kazmirek Zweiter nach erstem Zehnkampf-Tag

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Will scheinbar hoch hinaus: Zehnkämpfer Kai Kazmirek liegt auf Platz 2. Bild: Reuters

Zehnkämpfer Kai Kazmirek ist stark in den olympischen Zehnkampf gestartet. Nur Topfavorit Eaton liegt vor dem Deutschen. Eine deutsche Weitspringerin ist zufrieden. Eine Hürdensprinterin ist enttäuscht.

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          Kai Kazmirek liegt nach dem ersten Tag im olympischen Zehnkampf in Rio de Janeiro auf dem zweiten Platz. Der WM-Sechste von der LG Rhein-Wied hatte nach 100 Metern, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung und 400 Metern starke 4500 Punkte gesammelt. Die Führung bei den „Königen der Athleten“ übernahm wie erwartet Weltrekordler Ashton Eaton. Der Amerikaner strebt seinem zweiten Olympiasieg nach 2012 entgegen. Er sammelte 4621 Punkte.

          Hinter Kazmirek lauert Vize-Weltmeister Damian Warner aus Kanada mit 4489 Punkten. Deutlich abgeschlagen ist der als Medaillenkandidat gestartete Arthur Abele. Der Ulmer ist mit 4134 Punkten zur Halbzeit nur 16. Der WM-Dritte des Vorjahres, Rico Freimuth aus Halle/Saale, musste als 18. wegen Rückenbeschwerden aufgeben. Kazmirek, im Vorjahr Sieger beim Traditionsmeeting in Götzis, beendete den ersten Tag mit einer persönlichen Bestzeit von 46,75 Sekunden über 400 Meter.

          Eaton führt die diesjährige Weltbestenliste mit 8750 Punkten an - dieses Ergebnis hat außer ihm seit 2009 kein anderer Zehnkämpfer überboten. Sein Weltrekord steht bei 9045 Punkten.

          Mihambo springt weit, aber auch ein bisschen zu kurz

          Die Europameisterschafts-Dritte Malaika Mihambo hat bei den Olympischen Spielen in Rio eine Medaille verpasst. Mit der persönlichen Bestleistung von 6,95 Meter wurde die Athletin von der LG Kurpfalz am Mittwoch (Ortszeit) im Weitsprung-Finale Vierte. Die US-Amerikanerin und Weltmeisterin Tianna Bartoletta holte mit 7,17 Metern die Goldmedaille. Brittney Reese (USA), Olympiasiegerin von 2012, gewann mit 7,15 Meter Silber vor der Serbin Ivana Spanovic, die 7,05 Meter weit kam. Zehnte wurde Sostehne Moguenara (LAZ 05 Saar) mit 6,61 Meter. Bereits in der Qualifikation war Alexandra Wester (ASV Köln) ausgeschieden.

          Die Russin Darja Klischina musste früh ihre Medaillenhoffnungen begraben und erreichte mit 6,63 Metern nur Rang neun. Die 25-jährige Hallen-Europameisterin von 2011 und 2013 ist die einzige Leichtathletin aus Russland, die nach dem Staatsdoping in ihrer Heimat bei den Rio-Spielen starten durfte. Ihre Teilnahme hatte sie kurzfristig vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erstritten, nachdem ihr der Leichtathletik-Weltverband IAAF das zunächst gewährte Sonderstartrecht wieder entzogen hatte. „Ja, es hat mich sehr belastet, unglücklicherweise“, bekannte Klischina. „Bevor ich nach Rio kam, habe ich gut trainiert und gute Sprünge gehabt. Die vergangene Woche war keine gute.“

          Cindy Roleder ist enttäuscht

          Europameisterin Cindy Roleder ist bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro deutlich an einer Medaille über 100 Meter Hürden vorbeigerannt. Die 26 Jahre alte Leipzigerin kam am Mittwoch (Ortszeit) in 12,74 Sekunden auf Rang fünf. Die US-Hürdensprinterinnen feierten einen Dreifach-Triumph. Brianna Rollins siegte in 12,48 Sekunden vor Nia Ali (12,59) und Kristi Castlin (12,61).

          "Ich denke, ich muss das erst mal sacken lassen. Morgen kann ich mich bestimmt mehr darüber freuen. Aber eigentlich kann ich zufrieden sein", sagte Roleder im ZDF. Nadine Hildebrand aus Sindelfingen und Pamela Dutkiewicz aus Wattenscheid waren im Halbfinale ausgeschieden.

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