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Olympia-Aus für Hockey-Frauen : „Die Enttäuschung ist groß“

  • Aktualisiert am

Da hilft nur gegenseitig trösten: Die deutschen Hockey-Frauen scheiden aus. Bild: AP

Für die deutschen Hockey-Spielerinnen ist das Olympia-Turnier früher beendet als von ihnen erhofft. Nach der klaren Niederlage gegen Argentinien geht es ohne Edelmetall in die Heimat zurück.

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          Aus der Traum von der fünften Olympia-Medaille: Deutschlands Hockey-Damen kehren ohne Edelmetall von Sommerspielen in Tokio zurück. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger verlor am Montag im Viertelfinale gegen Argentinien mit 0:3 (0:2) und schied aus. Agustina Albertarrio in der 27. Minute, Maria Jose Granatto (29.) und Valentina Raposo (52.) schossen den verdienten Sieg für die überlegenen Südamerikanerinnen heraus. „Die Enttäuschung ist groß. Es wird eine ganze Weile dauern, bis wir das verdauen werden“, sagte Coach Reckinger. „Wir konnten unseren Plan nicht umsetzen und haben keine Lösungen gefunden.“

          Die DHB-Damen waren 2012 in London letztmals ohne Medaille bei Olympia geblieben. 2016 in Rio hatte es Bronze gegeben, davor zweimal Silber (1984, 1992) und einmal Gold in Athen 2004. Edelmetall war auch in Tokio das Ziel – doch es sollte nicht sein. „Es hat nix zusammengepasst. Dass wir so neben uns stehen, hatten wir nicht erwartet“, sagte Lisa Altenburg. „Uns haben der Mut und die Überzeugung gefehlt. Das ist ein Tag, den man am liebsten aus dem Gedächtnis streicht.“

          Die deutsche Mannschaft, die die Vorrunde als Zweiter hinter Weltmeister Niederlande abgeschlossen hatte, geriet gleich zu Beginn der Partie in die Defensive. Argentinien dominierte das Geschehen und ließ die ganz in Schwarz spielenden DHB-Damen bei schwüler Hitze von über 30 Grad kaum zur Entfaltung kommen.

          Der Offensivwucht der Südamerikanerinnen hatte Deutschland wenig entgegenzusetzen. Immerhin stand die Abwehr zunächst sicher, so dass selbst drei Strafecken im ersten Viertel schadlos überstanden wurden. Auch im zweiten Viertel blieb Argentinien am Drücker. Torfrau Julia Sonntag musste einige Male ihr ganzes Können aufbieten, um zunächst einen Rückstand zu verhindern. Im deutschen Spiel wirkte dagegen vieles zufällig. Gefährliche Angriffe: Fehlanzeige.

          So war es nur eine Frage der Zeit, bis der zweimalige Weltmeister aus Argentinien erstmals jubeln konnte. Albertarrio schloss eine schöne Kombination aus Nahdistanz ab. Kurz vor der Pause erhöhte Granatto. Nach dem Wechsel kam das deutsche Team mit mehr Energie auf das Feld zurück und drückte nun auf den Anschluss. Doch die Bemühungen blieben im dritten Viertel erfolglos, weil die wenigen Möglichkeiten nicht verwertet wurden.

          So blieb nur die Hoffnung auf einen erfolgreichen Schlussspurt, der jedoch ausblieb. Immer wieder liefen sich die deutschen Spielerinnen an der kompakten Abwehr des Gegners fest. Das dritte Gegentor durch Raposo nach einer Strafecke besiegelte endgültig den Olympia-Knockout des EM-Zweiten, dessen Widerstand nun endgültig gebrochen war.

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