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Bestrafung Russlands : Hausding widerspricht Vesper

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Hält es mit Harting: Patrick Hausding Bild: dpa

Die Olympischen Spiele in Rio sind in Sachen Medaillenausbeute nur Übergangsspiele – zumindest soweit besteht beim DOSB Einigkeit. Uneins ist die Delegation indes über die Bestrafung Russlands.

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          Die deutsche Olympiamannschaft soll bei den Sommerspielen in Rio 44 Medaillen gewinnen. „Wir würden gerne nicht schlechter sein als in London“, sagte der sportliche Leiter des deutschen Teams, Dirk Schimmelpfennig, am Mittwoch in Rio. Vor vier Jahren hatten die Deutschen elf Gold-, 19 Silber- und 14 Bronze-Medaillen gewonnen. Die am Freitag mit der Eröffnungsfeier offiziell beginnende XXXI. Olympiade werden vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Übergangsspiele betrachtet.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Im Herbst soll ein neues Spitzensportkonzept vorgestellt werden, das den seit den Spielen von Barcelona 1992 erkennbaren Trend eines nachlassenden Erfolges stoppen und in Zukunft wieder mehr Medaillen ermöglichen soll. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Zukunft wenigstens ein Drittel mehr Medaillen gefordert. Zu dem Ergebnis von 1992 trugen aber auch die Nachwirkung des flächendeckenden Dopings der DDR und die Manipulationsstrukturen im Westen bei. Damals gewannen deutsche Sportler 82 Medaillen.

          Am Mittwoch verteidigte Delegationsleiter Michael Vesper die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Russland trotz der Belege für ein staatliches Doping-System in den vergangenen Jahren und der damit verbundenen unkontrollierten Athleten nicht von den Spielen in Rio auszuschließen. Der Wasserspringer Patrick Hausding widersprach seinem Chef: „Mir fällt keine andere Bestrafung ein. Ich halte einen Ausschluss für gerechtfertigt. Da ist ein Zeichen verpasst worden.“

          Zur deutschen Delegation gehören 449 Athleten, davon 23 mit Akkreditierungen im Wartestand. Zusammen mit Trainern, Ärzten, Betreuern sowie Organisationspersonal umfasst die deutsche Mannschaft etwa 800 Mitglieder und 15 Pferde. Die Entsendung kostet laut DOSB neun Millionen Euro. Davon hat das Bundesinnenministerium 5,5 Millionen übernommen. 500 000 Euro zahlt das IOC. Drei Millionen Euro kommen von Sponsoren.

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