https://www.faz.net/-hfn-71op2

Deutsche Schwimmer : Biedermann und Poewe im Halbfinale

  • Aktualisiert am

Im Halbfinale: Paul Biedermann Bild: REUTERS

Aufschwung im Becken: Paul Biedermann genügt eine durchschnittliche Leistung, um über 200 Meter Freistil in Olympia-Halbfinale zu kraulen. Sarah Poewe kommt über 100 Meter Brust weiter, Meeuw und Glania über 100 Meter Rücken.

          1 Min.

          Weltrekordler Paul Biedermann hat trotz des Einzugs ins olympische Halbfinale über 200 Meter Freistil keine Medaillen-Erwartungen geweckt. Einen Tag nach seinem Vorlauf-K.o. über 400 Meter schwamm Biedermann in 1:47,27 Minuten nur auf den zehnten Platz aller Vorläufe. Bester war am Sonntag der chinesische Olympiasieger über 400 Meter Freistil, Sun Yang, in 1:46,24 Minuten.

          „Es lief schon deutlich besser als gestern“, befand Biedermann in London, rätselt aber immer noch. „Ich weiß jetzt nicht, was los ist.“ Er habe hier keine Taktik, betonte der Weltrekordler, „ich muss jeden Meter voll schwimmen, um in die nächste Runde zu kommen“.

          Anders als die Staffel-Frauen, die am Samstag den Vorlauf verbummelten und ausschieden, gingen die Männer ihr Rennen über 4 x 100 Meter Freistil mit Volldampf an. Und wurden wie angepeilt mit dem deutschen Rekord belohnt. Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli schwammen die insgesamt fünftbeste Zeit. Am schnellsten waren die Topfavoriten aus Australien in 3:12,29 Minuten unterwegs. Der bisherige deutsche Rekord stand seit der WM 2011 in Shanghai bei 3:14,23 Minuten.

          Etwas Hoffnung machten auch andere Vorlauf-Ergebnisse. Die siebtbeste Zeit stand über 100 Meter Brust bei einer „ziemlich entspannten“ Sarah Poewe zu Buche. 1:07,12 Minuten waren nur elf Hundertstelsekunden langsamer als bei ihrem nationalen Rekord. Die amerikanische Favoritin Rebecca Soni war in 1:05,75 Minuten die Beste.

          Olympia 2012 : 16 Jahre junge Chinesin schwimmt Weltrekord

          Die Rückenschwimmer Helge Meeuw und Jan-Philip Glania stehen ebenfalls im olympischen Halbfinale über 100 Meter. Routinier Meeuw legte im Aquatics Centre in 53,83 Sekunden die siebtbeste Zeit aller Vorläufe hin. Newcomer Glania schlug in 54,07 als insgesamt Zwölfter an. Als Nummer 1 geht der Amerikaner Matthew Grevers in 52,92 Sekunden ins Halbfinale am Abend.

          Klar verfehlt wurde das Finale von Europameisterin Jenny Mensing über 100 MeterRücken. Die Wiesbadenerin belegte nur den 21. Platz und war deutlich langsamer als bei ihrem EM-Titel. Sie war dennoch überraschenderweise überhaupt nicht unzufrieden. Am schnellsten unterwegs war die Australierin Emily Seebohm. In 58,23 blieb sie mit olympischem Rekord nur elf Hundertstelsekunden über dem Weltrekord.

          Weitere Themen

          Darum sind die Dänen so erfolgreich

          Handball-EM : Darum sind die Dänen so erfolgreich

          Ein eigenes Hygienekonzept und konstant gute Leistung: Die dänischen Handballspieler überlassen beim wichtigsten Turnier Europas nichts dem Zufall. In Zeiten der Pandemie zahlt sich das aus.

          Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests Video-Seite öffnen

          Olympische-Spiele in China : Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests

          Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele versucht China die Ausbreitung von Corona-Fällen mit strikten Maßnahmen zu verhindern. 72 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit den Spielen wurden bereits bestätigt. Die breite chinesische Öffentlichkeit wurden vom Kauf der Tickets ausgeschlossen.

          Topmeldungen

          Geboosterter Impfpflichtgegner: Wolfgang Kubicki (FDP) am Mittwoch im Bundestag

          Impfpflicht-Debatte : Eine Sternstunde des Parteienzanks

          Diese Orientierungsdebatte war als „Sternstunde“ des Parlaments angekündigt worden, doch von inhaltlicher Auseinandersetzung war nicht viel zu hören. Lauterbach beruft sich auf Hegel.
           Die Biontech-Gründer haben noch viel vor: Uğur Şahin und seine Frau Özlem Türeci wollen die Krebstherapie verbessern und sich für eine gerechtere Medizin einsetzen.

          Biontech-Gründer im Interview : „Dem Krebs die Stirn bieten“

          Ihr mRNA-Impfstoff hat Özlem Türeci und Uğur Şahin berühmt gemacht. Die Biontech-Gründer haben aber noch viel größere Ziele. Im Interview sprechen sie über einem Krebsimpfstoff – und die Vorstellung einer postpandemischen Welt.