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Brink/Reckermann Olympiasieger : Könige im Sand

Vorzeigevolleyballer: Brink (l.) und Reckermann nach der Siegerehrung Bild: AFP

Die Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann haben bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen. Sie besiegen die Weltmeister Alison Cerutti und Emanuel Rego aus Brasilien in drei Sätzen.

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          Es war das Aufeinandertreffen der beiden besten Teams in diesem olympischen Beachvolleyball-Turnier, und es wurde ein spannendes, hochklassiges Finale. In der letzten Partie in der spektakulären Arena an der Londoner Horse Guards Parade setzte sich am Donnerstagabend vor 15.000 Zuschauern das deutsche Duo Julius Brink und Jonas Reckermann gegen die brasilianischen Weltmeister Alison Cerutti/Emanuel Rego mit 2:1 Sätzen durch (23:21, 16:21, 16:14). Es war die erste Goldmedaille bei Olympischen Spielen für ein europäisches Beachvolleyballteam.

          Bernd Steinle

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Auch ein großer Teil der deutschen Hallen-Nationalspieler war in die Beachvolleyball-Arena gekommen, um die Teamkollegen zu unterstützen. Gleich beim ersten Angriff erlebten die, was in diesem Finale auf sie zukommen könnte: Alison blockte den Zwei-Meter-Mann Reckermann. Danach aber fanden die Weltmeister 2009 und WM-Dritten 2011 schnell in die Partie, mit stabiler Annahme, variablem Angriffsspiel und starken Abwehraktionen.

          Hände hoch für den Olympiasieg: Reckermann und Brink (r.) kurz nach Spielende Bilderstrecke

          Der erste Satz verlief lange ausgeglichen, die Brasilianer spielten oft über Reckermann, doch der zeigte im Angriff keine Schwäche. Emanuel schon - so ging Durchgang eins 23: 21 an die Deutschen. In den zweiten Satz starteten Alison/Emanuel besser. Sie änderten nun die Taktik im Aufschlag, erhöhten den Druck und servierten öfter auf den Abwehrspezialisten Julius Brink - damit hatten sie Erfolg. Die Brasilianer zogen auf 13:8 davon. Diese Führung brachten sie sicher bis zum 21:16-Satzgewinn durch.

          Im Tie-Break gelang es zunächst keinem Team, sich abzusetzen. Beim 7:5 hatten Brink/Reckermann erstmals zwei Punkte Vorsprung, und Reckermann verwandelte seine Angriffe weiter zuverlässig. Der dritte Matchball brachte dann die Entscheidung. Vor dem Finale hatte das lettische Duo Martins Plavins/Janis Smedins im Spiel um Platz drei die Bronzemedaille gewonnen. Sie schlugen die Niederländer Reinder Nummerdor/Rich Schuil 2:1 (19: 21, 21:19, 15:11). Es war die erste Medaille in London für Lettland.

          Brink und Reckermann hatten zuvor sämtliche Partien im Verlauf des olympischen Turniers gewonnen. Trotz eines mühsamen Starts blieben sie in ihrer Vorrundengruppe gegen die Russen Semenow/Prokopjew, das chinesische Duo Xu/Wu und Heyer/Chevallier aus der Schweiz ungeschlagen. Danach steigerten sie sich kontinuierlich, gewannen von Spiel zu Spiel an Sicherheit.

          In der K.o.-Runde setzten sie sich dann gegen das lettische Team Samoilovs/Sorokins, die Brasilianer Cunha/Ricardo und Nummerdor/Schuil durch. Brink und Reckermann hatten zuvor nicht die allerbesten Erfahrungen bei Olympischen Spielen gemacht - wenngleich mit unterschiedlichen Partnern.

          Brink war 2008 in Peking zusammen mit Christoph Dieckmann mit Platz 19 weit unter den Erwartungen geblieben, Reckermann war mit Christophs Bruder Markus Dieckmann bei den Spielen 2004 in Athen im Achtelfinale gescheitert. Trotz des neunten Platzes hatte sich das Duo damals mehr erwartet - Dieckmann/Reckermann waren mit Medaillenchancen nach Athen gereist. Am Donnerstagabend in London schlossen nun beide mit dem Gewinn der Goldmedaille ihren persönlichen olympischen Frieden.

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