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Basketball-Nationalmannschaft : Deutschland qualifiziert sich für Olympia

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Die deutsche Mannschaft feiert nach dem Spiel gegen Brasilien ihren Sieg. Bild: Reuters

Das DBB-Team besiegt Brasilien mit 75:64 und sichert sich die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Zuletzt waren die deutschen Basketball-Profis 2008 mit Star Dirk Nowitzki bei den Spielen dabei.

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          Center Johannes Voigtmann weinte in den Armen von Bundestrainer Henrik Rödl, der fehlende NBA-Star Dennis Schröder bejubelte seine Teamkollegen von der Tribüne. Die deutschen Basketball-Profis haben sich den Traum von der ersten Olympia-Teilnahme seit 2008 mit einer beeindruckenden Energieleistung erfüllt. Das Team von Rödl gewann am Sonntag in Split das Finale des Qualifikationsturniers gegen Brasilien mit 75:64 (36:34) und sicherte sich angetrieben von Zuschauer Schröder das Ticket nach Tokio.

          Nach ihrem Triumph klatschten alle Spieler mit dem Aufbauspieler der Los Angeles Lakers ab, Schröder hatte kurzfristig für das Turnier wegen ungeklärter Versicherungsfragen passen müssen. Für ein Gruppenfoto versammelte sich das komplette Team hinter einem symbolischen Ticket für den Trip in die japanische Hauptstadt.

          Moritz Wagner mit 28 Punkten

          Bester deutscher Werfer gegen starke Südamerikaner war NBA-Profi Moritz Wagner mit 28 Punkten, der auch als wertvollsten Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Zuletzt war die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes vor 13 Jahren in Peking mit Superstar und Fahnenträger Dirk Nowitzki bei den Olympischen Spielen dabei.

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          In Tokio warten auf die deutsche Mannschaft lösbare Aufgaben. Die DBB-Auswahl trifft in der Gruppe B auf Australien, Nigeria sowie Serbien oder Italien, die sich am Sonntagabend im Finale des Qualifikationsturniers in Belgrad gegenüberstanden. Die Vorrunde beginnt am 25. Juli mit einem Duell gegen Serbien oder Italien.

          Das deutsche Team musste in der Spaladium Arena auf Isaac Bonga verzichten. Der NBA-Profi war im Halbfinale gegen Kroatien am Samstag umgeknickt und musste passen. Rödl setzte in seiner Starting Five auf Erfahrung und brachte unter anderem den Berliner Maodo Lo, der am Tag zuvor gegen den Turnier-Gastgeber mit 29 Punkten überragt hatte.

          Defensive im Fokus

          Die DBB-Auswahl startete gut und traf die ersten beiden Dreier. Danach entwickelte sich der erwartet harte Kampf gegen die Südamerikaner, die alle ihre drei Partien in Split zuvor mit mehr als 25 Zählern Vorsprung gewonnen hatten. Beide Teams mussten für jeden Punkt hart arbeiten, Defensive war wie erwartet Trumpf. Nach dem ersten Viertel lag Deutschland knapp hinten (14:17), der Traum von Olympia lebte damit weiter.

          Erst recht, als Deutschland gut aus der Drittelpause kam und Wagner mit einem krachenden Dunking zum 23:19 für ein starkes Zeichen sorgte und die Brasilianer zu einer Auszeit zwang. Deutschland setzte sich danach auf bis zu elf Punkte ab (34:23). In den letzten Minuten des zweiten Viertels verkürzten die Brasilianer aber wieder, so dass zur Pause weiter alles offen war (36:34).

          Doch Deutschland ließ sich von der brasilianischen Aufholjagd nicht beirren. Zwar gingen die Südamerikaner kurz in Führung, danach setzte sich das deutsche Team angeführt von Wagner aber wieder etwas ab. Vor dem Schlussabschnitt lag die deutsche Mannschaft so mit sechs Punkten vorne. Auch in den letzten zehn Minuten blieb es ein harter Kampf um jeden Wurf. Deutschland konnte sich langsam absetzen, lag beim 67:56 knapp drei Minuten vor Ende wieder souverän vorne. In der Schlussphase behielten Kapitän Robin Benzing & Co. die Nerven, der Rest war einfach nur noch pure Freude.

          Dennis Schröder bleibt im Spiel

          Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) bemüht sich um die Teilnahme von Dennis Schröder am Olympia-Turnier. „Dennis kann noch wenige Tage vor Beginn der Sommerspiele (23. Juli) etwa für einen Verletzten nachnominiert werden“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss auf Anfrage. Der NBA-Profi aus Braunschweig war nur Zuschauer der Olympiaqualifikation, weil sich kein Versicherungsnehmer fand, der seinen Marktwert von 25 Millionen Euro absichern wollte. Ein Angebot über zehn Millionen lehnte Schröder nach Angaben des DBB bedauernd ab, weil er sonst einen neuen Vertrag nach seinen Vorstellungen gefährdet hätte. „Die Problematik ist geblieben“, sagte Weiss, „aber wir hoffen, eine Lösung zu finden.“ Schröder hatte zuletzt für die Los Angeles Lakers gespielt und deren Offerte über 82 Millionen Dollar für vier Jahre zurückgewiesen. (ahe.)

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