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Das war die Olympia-Nacht : Krause souverän – Mihambo relaxed

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Gesa Krause (Mitte): „Ich wollte kontrolliert laufen, das hat geklappt“ Bild: dpa

Schwimmer Wellbrock gewinnt Bronze. Auch Leichtathletinnen, Hockey-Herren und Ringer überzeugen. Die Reiter erleben einen Rückschlag. Die Fechter bleiben enttäuschend. Und Geschke ist auf dem Rückweg.

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          Das deutsche Team ist mit einer Bronze-Medaille für Schwimmer Florian Wellbrock in den neunten Entscheidungs-Tag bei den Olympischen Spielen in Tokio gestartet. Die deutschen Hockey-Herren zogen ins Halbfinale ein, Weitspringerin Malaika Mihambo und Hindernisläuferin Gesa Krause schafften den Sprung ins Finale.

          Schwimmen: Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock hat die erste Männer-Medaille eines deutschen Beckenschwimmers bei Olympischen Spielen seit über zwei Jahrzehnten gewonnen. Der 23-Jährige schlug über 1500 Meter Freistil beim Sieg des 800-Meter-Olympiasieger Robert Finke aus den USA nach 14:40,91 Minuten als Dritter an und sicherte sich Bronze. Der WM-Zweite Michailo Romantschuk aus der Ukraine holte Silber.

          Schwimmen II: Die amerikanische Lagen-Staffel um Star-Schwimmer Caeleb Dressel ist in Weltrekordzeit zum Olympiasieg über 4 x 100 Meter geschwommen. Das Quartett mit Dressel, Ryan Murphy, Michael Andrew und Zach Apple schlug nach 3:26,78 Minuten an. Das war klar schneller als das US-Quartett um Michael Phelps im Sommer 2009, das damals 3:27,28 Minuten schwamm. Es war der sechste Weltrekord der Becken-Wettbewerbe in Tokio. Zuvor hatte Dressel bereits über 50 Meter Freistil gewonnen. Der 24-Jährige gewann in 21,07 Sekunden und stellte damit einen olympischen Rekord auf.

          Leichtathletik: Deutschlands Gold-Hoffnung Malaika Mihambo ist an die Sieben-Meter-Marke gesprungen und ins Olympia-Finale eingezogen. Die Weltmeisterin von 2019 qualifizierte sich im Olympiastadion mit einer Saisonbestleistung von 6,98 Metern im dritten Versuch für die Medaillenkämpfe. Besser war am Sonntag nur die Serbin Ivana Spanovic (7,00). Für Maryse Luzolo vom LV Königstein (6,54) reichte es dagegen nicht. Ihr fehlten als 15. der Qualifikation nur sechs Zentimeter zum Einzug ins Finale am Dienstag (03.50 Uhr/MESZ).

          Leichtathletik II: Nach ihrer späten Anreise hat Hindernisläuferin Gesa Krause das Olympia-Finale über die 3000 Meter souverän erreicht. Die zweimalige WM-Dritte und Europameisterin qualifizierte sich als Zweite ihres Vorlaufs in 9:19,62 Minuten. „Ich wollte kontrolliert laufen, das hat geklappt“, sagte Krause im ZDF zufrieden.

          Leichtathletik III: Die deutsche Kugelstoß-Meisterin Sara Gambetta hat in ihrem ersten olympischen Finale mit persönlicher Bestleistung den achten Platz belegt. Beim Sieg der chinesischen Weltmeisterin Gong Lijiao steigerte sich die 28-Jährige aus Halle/Saale um zwei Zentimeter auf 18,88 Meter. Gong setzte sich mit starken 20,53 Metern deutlich vor der Amerikanerin Raven Saunders (19,79) durch. Als Dritte (19,62) holte Valerie Adams aus Neuseeland zwei Monate vor ihrem 37. Geburtstag ihre vierte Medaille bei Sommerspielen.

          Pferdesport: Das deutsche Vielseitigkeits-Team ist im Geländeritt im Kampf um die Medaillen deutlich zurückgefallen. Nach Fehlern von Sandra Auffarth aus Ganderkesee mit Viamant und Michael Jung aus Horb mit Chipmunk rutschte das Trio am Sonntag von Platz zwei auf sechs. Im Einzel fiel Jung vor dem abschließenden Springen am Montag (10.00 Uhr) auf Rang zehn. Zweite ist hingegen Julia Krajewski aus Warendorf mit Amande hinter dem Briten Oliver Townend mit Ballaghmor Class. Anschließend legte das deutsche Team Protest ein. Grund ist das Auslösen eines Sicherheitssystems beim Ritt von Jung, das mit elf Strafpunkten bestraft wurde.

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