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Coronavirus und die Spiele : Wer braucht Zuschauer bei Olympia?

Die Ringe gehören so oder so zu Olympia – aber gibt es die Spiele bald ohne Zuschauer? Bild: Picture-Alliance

Ob Olympia in Tokio wegen des Coronavirus wie geplant stattfinden kann, ist unklar. Schon gibt es Alternativszenarien. Wäre es möglich, die Spiele als reine TV-Veranstaltung auszutragen? Das läge voll auf der Linie der Olympiastrategen.

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          In der Geschichte Olympias gibt es wenig, was es nicht schon gab. Die Nachrichtenagentur Bloomberg erinnerte am Dienstag daran, dass der Ausbruch des Vesuv im Jahr 1906 dazu führte, dass London die Olympischen Spiele 1908 übernahm – von Rom, das bekanntlich nicht am Vesuv gebaut ist. Das Königreich Italien wollte die öffentlichen Kassen für den Wiederaufbau der betroffenen Vororte Neapels nutzen, nicht für den Bau von Sportstätten in der Hauptstadt.

          Heute laufen die Spiele in dieser Hinsicht anders – Japans Regierung tituliert Tokio 2020 als „Spiele der Erholung“. Das Desaster als Grund für, nicht gegen Olympia: Der Fackellauf ins Spektakel soll in drei Wochen in Fukushima beginnen, Synonym für Tsunami und dreifache Kernschmelze im Jahr 2011. Doch längst haben Notfallpläne angesichts der Verbreitung des Coronavirus nicht nur die Planung des Fackellaufs in Frage gestellt; längst steht in Frage, was aus den Ende Juli, Anfang August geplanten Spielen selbst wird. Noch fällt keine Entscheidung, noch bleiben acht bis zehn, maximal zwölf Wochen.

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