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Corona-Krise und Olympia : DOSB: Spiele frühestens 2021

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„Wir präferieren eine Verlegung mindestens ins nächste Jahr“: DOSB-Präsident Alfons Hörmann Bild: dpa

Wie geht es weiter mit Olympia in der Corona-Krise? Der Deutsche Olympische Sportbund wünscht sich eine Verschiebung von Ende Juli auf frühestens 2021. Auch der Behindertensportverband äußert sich.

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          Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wünscht sich eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von Ende Juli auf frühestens 2021. „Wir präferieren eine Verlegung mindestens ins nächste Jahr“, sagte DOSB-Präsident Hörmann am Montag. Die Vier-Wochen-Frist, die sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) bis zur Verkündung einer Entscheidung am Sonntag gegeben hat, begrüßte Hörmann, kritisierte aber den Zeitpunkt: „Wir hätten uns jetzt eine klare Aussage gewünscht, dass die Spiele nicht zum geplanten Termin stattfinden können .“

          Zu den Alternativen gehört eine Verschiebung um sechs Wochen oder auf 2022. „Sechs Wochen, das bringt nichts“, sagt der Sprecher der Spitzenverbände im DOSB, Ingo Weiss. Die Vier-Wochen-Frist sei gut, weil sie auch den Verbänden Zeit gebe, die komplexen Fragen zu klären. Die Kritik am IOC von Athleten aus nah und fern nahm am Montag weiter zu.

          Auch der Deutsche Behindertensportverband forderte eine „unverzügliche“ Verschiebungserklärung. Kanada und Australien erklärten, ihre Teams im Sommer nicht nach Japan zu schicken. Bundesinnenminister Horst Seehofer, aus dessen Etat die Entsendung des deutschen Teams finanziert wird, erklärte auf Anfrage, er respektiere „die Autonomie des Sports“ und „sehe ihre Grenzen angesichts der Wirkungsmacht der Pandemie“.

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