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Die Nacht in Rio : Deutsche Träume platzen im Wasser wie im Sand

  • Aktualisiert am

Enttäuscht: Markus Böckermann (l.) und Lars Flüggen scheiden im Beachvolleyball aus. Bild: dpa

Auch am fünften Olympia-Tag steht auf den meisten Siegerpodesten kein deutscher Athlet. Neben Enttäuschungen im Zeitfahren, Schwimmen und Beachvolleyball ist Bronze im Judo der einzige Lichtblick. Dafür jubelt der Gastgeber. Der Überblick.

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          Judoka Laura Vargas Koch hat die vierte deutsche Medaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Ansonsten erfüllten sich am fünften Wettkampftag in Rio de Janeiro etliche deutsche Hoffnungen wieder einmal nicht.

          Die wichtigsten Ergebnisse der Nacht:

          Schwimmen: Den deutschen Schwimmern droht ein medaillenloses Debakel wie 2012. Weltmeister Marco Koch wird über 200 Meter Brust nur Siebter. Dimitri Balandin aus Kasachstan holt unerwartet Gold (Lesen Sie hier den Bericht aus Rio den Janeiro von Christoph Becker). Rückenschwimmer Christian Diener und Lagen-Spezialist Philip Heintz erreichen immerhin jeweils die Finals über 200 Meter. Schnellster Mann über 100 Meter ist der Australier Kyle Chalmers. Über 200 Meter Schmetterling siegt die Spanierin Mireia Belmonte Garcia. Die Freistil-Staffel der Frauen über 4 x 200 Meter geht an die Vereinigten Staaten.

          Turnen: Den deutschen Herren bleibt im Einzel-Mehrkampffinale nur die Nebenrolle. Marcel Nguyen, 2012 Olympia-Zweiter, kommt auf Rang 19, Andreas Bretschneider ist einen Platz dahinter. Olympiasieger wird abermals der Japaner Kohei Uchimura. Zum Bericht.

          Fußball: Die DFB-Männer schaffen im Vorrundenfinale gegen Fidschi ein 10:0 und ziehen als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Gegner am Samstag ist Portugal. Zum Bericht. Gastgeber Brasilien schafft es ebenfalls in die nächste Runde durch das 4:0 gegen Dänemark.

          Beachvolleyball: Die Hamburger Markus Böckermann und Lars Flüggen verlieren auch ihr drittes Vorrundenspiel und müssen nach einem 0:2 (14:21, 17:21) gegen die Russen Nikita Liamin und Dmitri Barsuk die letzte kleine Hoffnung auf das Erreichen der K.o.-Runde begraben.

          Gewichtheben: Nico Müller belegt in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm den zehnten Platz. Der Kasache Nijat Rachimow und der Chinese Lyu Xiaojun kommen auf das gleiche Ergebnis. Am Ende gewinnt Rachimow Gold – weil er 640 Gramm weniger wiegt als Lyu.

          Dieser Moment wird in Erinnerung bleiben:

          Bei ihrem Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett tauchen die Wasserspringer in grünes Wasser ein. Grund für den Farbwechsel ist eine defekte Umwälzanlage und ein dadurch verursachter zu hoher PH-Wert. Chefbundestrainer Lutz Buschkow nimmt es gelassen: „Es ist weiter Wasser, ob grün oder blau.“

          Die deutsche Ausbeute des vierten Rio-Tages:

          Bis auf Bronze für Judoka Laura Vargas Koch ist da nicht viel. Vor allem die Radprofis haben sich beim Zeitfahren mehr ausgerechnet. Der dreimalige Weltmeister Tony Martin wird Zwölfter (Lesen Sie hier den Bericht von Anno Hecker aus Rio de Janeiro). Die frühere Weltmeisterin Lisa Brennauer muss sich mit Rang acht begnügen.

          Bilderstrecke
          Olympische Helden : Die Medaillengewinner des fünften Wettkampftags

          Und sonst noch?

          Ein zweiter Schuss binnen weniger Tage auf die olympische Pferdesport-Anlage sorgt für Aufregung. Dieses Mal wird ein Projektil im Stallbereich gefunden. Schon am Samstag war im Pressezelt des Reitsport-Geländes, das in einem großen Militärbereich liegt, ein Schuss eingeschlagen. Anschließend erklärten die örtlichen Organisatoren, dass der Schuss aus einer Favela gekommen sei.

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