https://www.faz.net/-gtl-8k0ur

Zwei Tage vor Olympia : Ausschreitungen beim Fackellauf

  • Aktualisiert am

Als der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, die Fackel trägt, hat die Polizei die Lage im Griff. Bild: Reuters

Tränengas und Gummigeschosse: Proteste gegen soziale Missstände eskalieren beim Olympischen Fackellauf in der Nähe von Rio. Außerdem haben die Organisatoren Probleme mit einer Sicherheitsfirma.

          1 Min.

          Beim olympischen Fackellauf ist es im Bundesstaat Rio de Janeiro zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschosse in Duque de Caixas ein, rund 20 Kilometer von der Stadt Rio de Janeiro entfernt. Demonstranten hatten mit Steinen geworfen. Ein zehn Jahre altes Mädchen sei durch ein Gummigeschoss verletzt worden und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, berichtete das „Portal „O Globo“.

          Umfrage

          Wer soll Fahnenträger der deutschen Olympiamannschaft werden?

          598 Stimmen wurden abgegeben.

          50%
          Timo Boll
          15%
          Moritz Fürste
          10%
          Ingrid Klimke
          16%
          Lena Schöneborn
          9%
          Kristina Vogel
          Die Umfrage ist geschlossen. Alle Umfragen

          Laut Polizei waren unter den Demonstranten Studenten und Professoren, die gegen die schlechte Bildungssituation protestierten - wegen ausstehender Gehälter war an einigen Universitäten zuletzt kaum noch ein regulärer Betrieb möglich. Zudem seien „Temer raus“-Rufe zu hören gewesen - Brasiliens Interimspräsident Michel Temer wird von linken Gruppen vorgeworfen, Bündnisse geschmiedet zu haben, um Mehrheiten für die Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff zu erreichen.

          Kritik am Präsidenten

          Sie wurde im Mai suspendiert, um Vorwürfe wie Haushaltstrickserien juristisch zu prüfen. Daher wird ihr bisheriger Vizepräsident Temer auch die Olympischen Spiele am Freitag im Maracanã-Stadion eröffnen. Nach Olympia könnte Rousseff mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit vom Senat endgültig des Amtes enthoben werden, Temer bliebe Präsident. Bisher kam es nur zu vereinzelten Protesten gegen die rund 10,5 Milliarden Euro teuren Olympischen Spiele. In Angra dos Reis, 170 Kilometer westlich von Rio de Janeiro, war die Flamme dabei kurzzeitig erloschen.

          Zwei Tage vor Beginn der Spiele räumen die Organisatoren Probleme beim Transport und bei den Sicherheitskontrollen am olympischen Park ein. Wie ein Sprecher des Organisationskomitees am Mittwoch sagte, werde alles getan, diese Engpässe rechtzeitig zu beheben. Probleme gibt es offensichtlich beim Zugang zum olympischen Park, wo Sportstätten wie die Schwimmhalle und das Velodrom der Radsportler sowie das Medienzentrum liegen. IOC-Mitglieder trugen Klagen ihrer Delegationen vor, dass es zu wenige Sicherheitsschleusen gebe und sich schon lange Schlangen bildeten, obwohl die Spiele noch gar nicht begonnen hätten.

          Das Organisationskomitee begründete vor den IOC-Mitgliedern den Engpass mit zu wenig Personal. Der Fehler liege bei der zuständigen Sicherheitsfirma. Klagen gab es auch über Staus auf den Straßen Rios. Auch in diesem Fall sicherten die Macher der Spiele zu, rasch Abhilfe vor allem in dichter bevölkerten Stadtteilen mit Sportstätten zu schaffen.

          Öffnen

          Weitere Themen

          In einem ziemlich guten Film

          Doppel bei den ATP Finals : In einem ziemlich guten Film

          Joe Salisbury? Filip Polasek? Nie gehört? Kein Problem. Die Protagonisten der Doppel-Spiele bei den ATP-Finals wundern sich bisweilen selbst, dass sie es so weit geschafft haben.

          Münchner Skateboarder will zu Olympia Video-Seite öffnen

          Für den Libanon : Münchner Skateboarder will zu Olympia

          Ali Khachab ist Münchner, doch bei den Sommerspielen 2020 in Tokio will er für den Libanon an den Start gehen, die Heimat seiner Vorfahren. Der 28-Jährige ist Skateboarder, und davon gibt es im Libanon nur sehr wenige.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.