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Aufregung vor Olympia in Japan : Keine Ausländer!

Niederländische Athletinnen vor dem Abflug nach Tokio Bild: EPA

In Japans Hauptstadt Tokio, in der allmählich Gäste für die bald beginnenden Olympischen Sommerspiele eintreffen, fördern die Maßnahmen gegen das Coronavirus die Diskriminierung. Das sorgt für Ärger.

          1 Min.

          Die Olympischen Spiele sind ein Symbol der Völkerverständigung. Doch in Japans Hauptstadt Tokio, in der allmählich Gäste für die am 23. Juli beginnenden Sommerspiele eintreffen, fordern die Maßnahmen gegen das Coronavirus ihren Preis und fördern die Diskriminierung. Ein Hotel in Tokio erregte jetzt Aufsehen, weil es seine Aufzüge klar zwischen Japanern und Ausländern trennte. „Nur Japaner“ und „Nur Ausländer“ stand auf den Schildern vor den Aufzugstüren.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Als Fotos davon auf sozialen Medien die Runde machten, gab es viele Proteste, und Nutzer kritisierten die Schilder als „Rassismus“. Auf einem anderen Schild in dem Hotel wurden die Gäste informiert, dass ein Aufzug auch von Ausländern genutzt werden könne. Die Ausländer wurden zugleich gebeten, nicht zusammen mit Japanern den Aufzug zu benutzen.

          Das Hotel entschuldigte sich, als die Kritik laut wurde. Man habe sich nur bemüht, die Regeln des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele umzusetzen, hieß es. Danach müssen Gäste, die aus dem Ausland für die Olympischen Spiele anreisen, im Bewegungsfluss von einheimischen Gästen getrennt werden. So wollen die Organisatoren sicherstellen, dass die Einreisenden weitestgehend unter einer Blase bleiben, auch wenn sie keine 14 Tage Quarantäne absolvieren müssen. „Wir meinten das nicht als Diskriminierung, aber wir möchten uns entschuldigen“, wurde ein Sprecher des Hotels zitiert. Die Schilder wurden entfernt.

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