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Olympia : Zeit für Bewerbung gekommen

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IOC-Vizepräsident Thomas Bach hat sich für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 ausgesprochen. "Es ist an der Zeit", sagte der einflussreiche Funktionär. Die potentiellen Kandidaten Stuttgart, Berlin, der Raum Köln / Aachen und das Ruhrgebiet müßten sich aber gegen starke internationale Konkurrenz wappnen. Auch IOC-Präsident Samaranch gibt einer deutschen Bewerbung eine Chance.

          Eine deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 erfährt weitere Unterstützung aus dem Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Es ist an der Zeit für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele", sagte der deutsche IOC-Vizepräsident Thomas Bach am Dienstagabend in Stuttgart.

          "Deutschland braucht eine solche positive Großveranstaltung. Wir brauchen es, um im eigenen Land wieder über den Tellerrand zu schauen", erklärte Bach. IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch hatte bereits Ende September eine erneute Austragung Olympischer Spiele in Deutschland nach Berlin 1936 und München 1972 befürwortet.

          Große internationale Konkurrenz

          Bach glaubt beim Nationalen Olympischen Komitee (NOK) eine Bereitschaft erkannt zu haben, sich im Wettbewerb um die Austragung im Jahr 2012 einzureihen. Allerdings müssten sich mögliche Kandidaten aus Deutschland - darunter das Ruhrgebiet, Stuttgart, Berlin und der Köln / Aachener Raum - auf eine große Konkurrenz gefasst machen. "Die Olympischen Spiele bringen einen wirtschaftlichen Gewinn, deswegen ist die Bewerberzahl so hoch wie nie", sagte Bach. Eine Milliarde Dollar erhält der jeweilige Organisator Olympischer Spiele vom IOC mit dem Zuschlag.

          Entscheidung für 2008 abwarten

          Außerdem hofft Bach, die letzten weißen Flecken auf der Olympischen Landkarte zu tilgen: "Wir waren noch nie in Afrika oder Südamerika." Im nächsten Juli, wenn das IOC über die Vergabe der Wettkämpfe im Jahr 2008 entscheidet, "wird man sehen, wohin die Spiele 2012 gehen könnten." Zumindest bekomme man dann eine Ahnung von der kontinentalen Verteilung. "Das ganze Spiel wird aber noch schwieriger, wenn sich das NOK auch für Winterspiele entscheiden sollte", betonte Bach.

          Keine Chance für Pay-TV

          Bach erteilte einer Übertragung Olympischer Spiele im Bezahlfernsehen eine Absage: "Olympische Spiele im Pay-TV? Nein! Der Inhalt geht vor Finanzen." Freier und universeller Zugang genieße oberste Priorität. Allein in Europa habe diese Entscheidung dem IOC 600 Millionen Dollar gekostet. "Die Spiele müssen ohne soziale Schranken auf der ganzen Welt übertragen werden", sagte Bach.

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