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Olympia : Keine Hoffnung für Trendsport

  • -Aktualisiert am

Das Gütesigel „olympische Sportart“ bleibt für Trendsportarten unerreichbar. Bei den Spielen 2004 in Athen wird es keine neuen Wettbewerbe geben.

          Von einem Auftritt bei Olympia oder sogar einem olympischen Finale träumt jeder Sportler. Für all jene, deren Sportart nicht olympisch ist, wird sich dieser Wunsch aber auch in der nahen Zukunft auf keinen Fall erfüllen.

          Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat dem ständigen Wachstum der Spiele einen Riegel vorgeschoben, dem Gigantismus den Kampf angesagt: Keine neuen Sportarten in Athen 2004, strikte Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 10 000 und Einfrieren der Medaillenwettbewerbe auf die aktuelle Zahl von 300. Egal wer Nachfolger von Juan Antonio Samaranch wird, seine erste Aufgabe ist es, die Zahl der Medaillen herunterzuschrauben.

          Damit bleibt der Weg zur olympischen Bühne vor allem den Schlange stehenden Trend- und Freizeitsportarten auf Dauer versperrt. Die Wasserskifans hatten sich wohl noch bis zur Sitzung der Programmkommission am Dienstag und der Vorstellung ihrer Ergebnisse am Mittwoch Hoffnungen auf Athen 2004 gemacht. Insgesamt 14 Sportarten, die offensiv in das olympische Programm sind betroffen:

          Wasserski
          Golf
          Fallschirmspringen
          Billard
          Boccia
          Karate
          Bowling
          Rollkunstlauf
          Rugby
          Raquetball
          Squash
          Surfen
          Tanzen
          Tauchsport












          Aufatmen dürfen dagegen die Neulinge von Sydney. Beach-Volleyball, Triathlon, Teakwondo und Softball bleiben trotz der Vorstellungen von teilweise zweifelhaftem Niveau bis auf weiteres in Programm. Die einzige Hoffnung für alternative Sportarten, ist das dass IOC einem aktuellen olympischen Sport die Gefolgschaft kündigt. „Es gibt auch die Möglichkeit Sportarten rauszuwerfen“, machte ein IOC-Mitglied deutlich. Ganz oben auf der schwarzen Liste steht seit Jahren der Moderne Fünfkampf. Aber auch das dopingverseuchte Gewichtheben und die Militäry-Reiter müssen bei den kommenden Spielen ihre Überlebensprobe bestehen.

          Doch zittern müssen nicht nur die weniger populären Sportarten, sondern auch die Männer quer durch alle Disziplinen. Weil das IOC den Frauenanteil bei den Spielen in die Höhe treiben will, gleichzeitig aber die Gesamtmenge der Sportler nicht steigen soll, wird die Zahl der Männer bei den Spielen zwangsläufig sinken.

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