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Olympia : Dopingsperre für Lazutina und Danilowa bestätigt

  • Aktualisiert am

Doping-Sünderin: Larissa Lazutina Bild: AP

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat die Zweijahres-Sperren gegen die russischen Skilangläuferinnen Larissa Lasutina und Olga Danilowa bestätigt.

          Großer Sieg im Kampf gegen das Doping: Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat mit dem Urteil gegen die Dopingsünder Larissa Lazutina und Olga Danilowa ein deutliches Zeichen in Richtung Johann Mühlegg gesetzt.

          Zehn Tage vor der Anhörung des gegen seine Dopingsperre in Berufung gegangenen Allgäuers vor dem höchsten Schiedsgericht des internationalen Sports bestätigte das CAS am Freitag in Lausanne die zweijährige Dopingsperre für die Russinnen. Nach dem CAS-Entscheid sind die Erfolgsaussichten Mühleggs auf einen Freispruch praktisch gleich Null, da er auf das gleiche Mittel getestet worden war.

          Medaille abgeben

          Für Lazutina bedeutet die Sanktionierung der vom Internationalen Skiverband (FIS) rückwirkend ab dem 8. Dezember 2001 verhängten Sperre gleichzeitig den Verlust von zwei olympischen Silbermedaillen. Sie war bereits vor den Olympischen Winterspielen bei Kontrollen am 8. Dezember 2001 in Cogne und 22. Dezember 2001 in Ramsau positiv auf das Blutdopingmittel Darbopoeitin getestet worden.

          Da alle Ergebnisse nach der ersten positiven Kontrolle annulliert wurden, muss Lazutina nach Gold über 30 km auch noch ihre im Jagdrennen und Massenstart gewonnenen Silbermedaillen abgeben. „Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Doping“, sagte FIS- Präsident Gian Franco Kasper am Rande der IOC-Session in Mexiko- Stadt.

          Mühlegg praktisch chancenlos

          Er nahm zufrieden zur Kenntnis, dass der CAS in der Verhandlung feststellte, dass sowohl die FIS als auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ihre Pflichten korrekt ausgeführt hätten. Das dreiköpfige CAS-Gremium, dem auch der Münchner Anwalt Dirk-Reiner Martens angehörte, wies daher die Klage der Läuferinnen gegen das IOC-Urteil und die FIS-Sperre in allen Punkten zurück.

          Gleiches darf im identischen Fall Mühlegg erwartet werden. Der für Spanien startende Allgäuer war nach seinem Olympiasieg über 50 km ebenfalls des Missbrauchs von Darbopoeitin überführt worden, vom IOC disqualifiziert und später von der FIS gesperrt worden. Seine Anhörung vor dem CAS beginnt am 9. Dezember. Lazutina war trotz der positiven Proben im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City an den Start gegangen und gewann dort zunächst drei Medaillen.

          Neue Rangfolge

          Nach ihrem Olympiasieg über 30 km am 21. Februar - dem Schlusstag der Winterspiele - wurde sie erneut positiv getestet und im Schnellverfahren wie die Achtplatzierte Danilowa disqualifiziert. Danilowa, die bis zum 20. Februar 2004 keine Rennen bestreiten darf, kann Gold im Jagdrennen und Silber über 10 km klassisch behalten.

          Durch das CAS-Urteil werden die olympischen Medaillen in zwei Disziplinen neu verteilt. Im Jagdrennen erhält die Kanadierin Becky Scott Silber und die Tschechin Katerina Neumannova Bronze. Im Massenstart rückt Neumannova auf Rang zwei und Julia Tschepalowa aus Russland auf Platz drei vor.

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