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Radrennen : Brutaler Sturz überschattet Sieg

  • Aktualisiert am

Schwer gestürzt: Annemiek van Vleuten Bild: AP

Das olympische Straßenrennen der Frauen wird von schweren Stürzen überschattet. Die führende Niederländerin van Vleuten fällt kopfüber in den Straßengraben, ihre Teamkollegin van der Breggen gewinnt Gold.

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          Die neue Olympiasiegerin Anna van der Breggen und ihre große Vorgängerin Marianne Vos hielten an der Copacabana zaghaft die niederländische Fahne in die Luft, doch der Schock stand dem Duo noch ins Gesicht geschrieben. Denn ein schwerer Sturz ihrer Teamkollegin Annemiek van Vleuten stellte den nächsten niederländischen Triumph im olympischen Straßenradrennen der Frauen am Sonntag in den Schatten.

          Kopfüber war die bis dahin Führende van Vleuten in den Straßengraben gekracht und regungslos liegen geblieben. Erst nach Rennende gab es zumindest teilweise Entwarnung. „Sie ist bei Bewusstsein und mit unserem Teamarzt im Krankenwagen“, sagte ein Delegationsmitglied der niederländischen Mannschaft der Deutschen Presse-Agentur.

          Ihrem Radsportverband zufolge ist sie bei Bewusstsein. Sie hat sich allerdings drei leichte Brüche der Lendenwirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen. Die kommenden 24 Stunden bleibe sie noch auf der Intensivstation, twitterte der Verband.

          Erschrocken über den Sturz ihrer Teamkollegin: Siegerin Anna van der Breggen.
          Erschrocken über den Sturz ihrer Teamkollegin: Siegerin Anna van der Breggen. : Bild: dpa

          Siegerin van der Breggen hatte den schweren Sturz ihrer Teamkollegin zwar nicht gesehen, sie aber am Straßenrand liegen sehen. „Ich denke, sie ist sehr hart gestürzt. Ich war geschockt.“ Sie sei auch für Annemiek weitergefahren, sagte die vierte niederländische Straßenrad-Olympiasiegerin seit 1988.

          Van der Breggen siegte letztlich nach 136,9 Kilometern im Sprint einer kleinen Gruppe vor der Schwedin Emma Johansson und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Die nach dem Sturz von Annemiek van Vleuten alleine vorneweg fahrende Amerikanerin Mara Abbott wurde knapp 200 Meter vor dem Ziel von dem Medaillen-Trio ein- und überholt und ging als Vierte leer aus. Die deutschen Fahrerinnen spielten in der entscheidenden Phase keine Rolle. Als beste Fahrerin fuhr Lisa Brennauer mit fast fünf Minuten Rückstand als 19. über den Zielstrich.

          Wie schon bei den Männern beeinflussten spektakuläre Stürze den Rennausgang entscheidend. Am Samstag war der italienische Kapitän Vincenzo Nibali auf Medaillenkurs liegend zu Fall gekommen und hatte einen Schlüsselbeinbruch erlitten, ebenso erging es dem Kolumbianer Sergio Henao, der sich das Becken brach. Dazu trug der Australier Richie Porte einen Schulterblattbruch davon. Der Beglier Greg van Avermaet gewann vor dem Dänen Jakob Fuglsang und dem Polen Rafal Majka.

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