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Wettbewerbsverzerrung? : „Bodenlos und unverschämt“

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Drin ist drin: Disput in der Basketball-Bundesliga um ein Ergebnis am letzten Hauptrunden-Spieltag. Bild: dpa

Mit Absicht verloren, um den Nordkonkurrenten in den Abstieg zu treiben? Die Oldenburger Basketballer setzen sich gegen Bremerhavens Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung zur Wehr.

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          Die EWE Baskets Oldenburg haben sich nach dem letzten Hauptrundenspieltag in der Basketball Bundesliga (BBL) gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung seitens der Eisbären Bremerhaven zur Wehr gesetzt. Der Nordrivale war am Sonntag auch durch die Niederlage des Tabellenzweiten Oldenburg bei den Merlins Crailsheim (87:99) abgestiegen.

          „Die Bremerhavener tun gut daran, den Finger nicht auf andere zu richten. Den Abstieg aus der BBL haben sie sich selber zuzuschreiben“, wird Geschäftsführer Hermann Schüller in einer Stellungnahme der EWE Baskets zitiert. Und weiter: „Solche Statements sind eines Erstligisten unwürdig und zudem in der Sache bodenlos und unverschämt.“

          Im Spielbericht zur Niederlage beim direkten Konkurrenten Mitteldeutscher BC (87:90) hatte Bremerhaven die Oldenburger scharf angegriffen. „In dem parallelen Spiel hätte den Eisbären auch eine Niederlage der Crailsheimer zum Klassenerhalt gereicht. Doch die Oldenburger, die den BBL-MVP Will Cummings geschont und stattdessen auf Jugendspieler wie Hujic oder auch den Sohn des Trainers Drijencic gesetzt haben, lieferten mit einer überraschend hohen 99:87-Niederlage eine blamable sowie wettbewerbsverzerrende Vorstellung ab und gaben somit ein klares Statement gegen den Nachbarn aus dem Norden ab“, hieß es dort.

          Oldenburg hat für diesen Vorstoß überhaupt kein Verständnis. „Wer die EWE Baskets kennt und unsere Philosophie, die auf Fairness und Respekt beruht, der weiß, dass wir niemals irgendein Spiel absichtlich verlieren würden“, so Schüller: „Mitnichten haben wir - wie von den Eisbären unterstellt - auch nur ansatzweise ein Interesse daran gehabt, dass Bremerhaven absteigt. Wir hatten drei Spiele innerhalb von fünf Tagen zu bestreiten mit zwei langen Auswärtsfahrten. Dass dann im letzten Viertel gegen einen Gegner, der ums Überleben kämpfte, die Kraft gefehlt hat, will man uns vorwerfen? Das ist einfach absurd.“

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