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Ocean Race : SEB gibt nach Ruderbruch auf

  • Aktualisiert am

Stürmische Zeiten für die SEB Bild: dpa

Die schwedische Yacht SEB musste auf der dritten Etappe aufgeben. Der bei Windstärke sechs erlittene Ruderbruch war mit Bordmitteln nicht zu reparieren.

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          Die Volvo Ocean Race-Flotte hat der stürmischen Tasmanischen See ihren Tribut gezollt. In der Nacht zum Freitag musste die schwedische Hochseeyacht „SEB“ auf dem Kurs von Sydney nach Hobart (Tasmanien) wegen eines Ruderbruchs die Etappe aufgeben.

          Zwar konnte die Crew bei hohem Wellengang noch das an Bord befindliche Notruder einsetzen. Doch Skipper Gunnar Krantz informierte die Rennleitung umgehend von dem defekten Ruderlager, das mit Bordmitteln nicht zu reparieren war.

          SEB blieb manövrierfähig

          „Das ist ein sehr harter Rückschlag für uns alle im Team. Es ist sehr traurig, von solchen Sachen gestoppt zu werden“, sagte Krantz, der aber froh war, dass die Yacht wenigstens manövrierfähig blieb. Der Ruderbruch ereignete sich etwa 70 Seemeilen nördlich von Tasmaniens Nordostspitze, während die Rennyacht bei fünf bis sechs Windstärken zehn Knoten Fahrt machte.

          Inzwischen befindet sich die „SEB“ auf dem Rückweg nach Eden an der Südostküste Australiens. Dort soll das Boot wieder flottgemacht werden, um es anschließend nach Auckland zum Start zur vierte Etappe zu transportieren.

          Spannende dritte Etappe

          Der Kampf an der Spitze des Feldes der verbleibenden sieben Yachten auf der dritten Etappe über Hobart nach Auckland ist indes spannend geworden. Die Abstände zwischen den Booten haben sich verringert. Die Leverkusener „illbruck“ mit Skipper John Kostecki hat noch eine Seemeile Vorsprung vor der australischen „News Corp“ und „Tyco“ (Bermuda).

          Alle Mannschaften nutzten die Leichtwindstunden zu Reparaturarbeiten, nachdem am Tag zuvor ein Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über das vordere Feld hinweggefegt war. Insbesondere die Männer von Skipper Jez Fanstone auf der „News Corp“, die das Zentrum des Wirbelsturms auf sich zukommen sahen und ihm nur knapp entrannen, hatten viel Arbeit. Navigator Ross Field schrieb während der stürmischen Begegnung von Bord: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Es ist unheimlich und wir haben alle Hände voll zu tun.“

          Frauen-Team mit Problemen

          Auch die Frauen-Mannschaft auf der „Amer Sports Too“ stand am Donnerstag beinahe vor dem Aus, als ihr Vorstag brach und der Mast zu kippen drohte. Nach der eilig durchgeführten Notreparatur haben die Frauen unter Skipperin Lisa McDonald rund 100 Seemeilen Rückstand auf die Spitzenreiter, die am Freitag wegen der andauernden Leichtwinde noch immer 130 Seemeilen bis zum Zwischenstopp in Hobart zurückzulegen hatten.

          Sie werden dort am Samstag erwartet, müssen in der Reihenfolge ihrer Ankunft dreieinhalb Stunden in Warteposition am Dock verbringen und dürfen dann in Richtung Zielhafen Auckland weitersegeln.

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