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Ocean Race : Flotte nimmt Kurs auf Kap Hoorn

  • Aktualisiert am

Rivale der illbruck: Assa Abloy Bild: dpa

Tony Kolb, einziger deutsche Segler an Bord der „illbruck“, fiebert der vierten Etappe entgegen: „Die vielen Menschen an Land sind anstrengend.“

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          Wenn am Sonntag im neuseeländischen Auckland der Startschuss zur vierten Etappe des Volvo Ocean Race fällt, geht es beim Meeres-Marathon für Hochsee-Yachten richtig zur Sache.

          Für die 97 Segler und Seglerinnen auf den acht Yachten beginnt die letzte Tour durch das eisige und stürmische Südpolarmeer. Am Ende der mit 6700 Seemeilen zweitlängsten Etappe wartet nach der Umrundung des berüchtigten Kap Hoorn der Zielhafen Rio de Janeiro.

          „Wir nehmen am Volvo Ocean Race teil, um zu gewinnen“

          Die Leverkusener Rennyacht „illbruck“ mit US-Skipper John Kostecki setzt das Rennen mit drei Punkten Vorsprung als Spitzenreiter im Zwischenklassement fort. „Wir werden stärker zurückkommen denn je“, hatte Kostecki nach dem vierten Rang bei der dritten Etappe versprochen. Mit Team-Chef Michael Illbruck (München) ist er sich einig: „Wir nehmen am Volvo Ocean Race teil, um zu gewinnen.“

          Bislang segelt die grün-weiße „illbruck“ nach Plan und dominiert die Konkurrenz. Doch die hat nachgerüstet. Das Team der schwedischen „Assa Abloy“ hat bereits den Fehde-Handschuh geworfen. Navigator Mark Rüdiger ließ in Auckland verlauten: „Die 'illbruck' ist Favoritin - gleich nach uns natürlich. 'illbruck' verfügt über keine außergewöhnliche Bootsgeschwindigkeit und ist nicht unschlagbar. Sie hat lediglich einen kleinen Vorsprung in Details.“

          „Assa Abloy“ und „Tyco“ sind die Rivalen

          Auch Kostecki hat seinerseits in den Yachten „Assa Abloy“ und „Tyco“ (Bermudas) seine größten Rivalen ausgemacht. Der 37-jährige Denker und Lenker der Kampagne glaubt dagegen nicht, dass „Amer Sports One“ (Finnland/Italien) so gut ist, wie ihr zweiter Platz verheißt: „Die hatten in allen drei Etappen viel Glück“, meint Kostecki.

          „Amer Sports One“-Skipper Grant Dalton, in der Vergangenheit zwei Mal siegreich bei der Hatz um den Globus, gibt zu: „Sogar wir selbst sind überrascht von unseren Ergebnissen.“ Das soll auf der vierten Etappe anders werden: Mit Paul Cayard holte Dalton einen Skipper der Weltklasse als Taktiker an seine Seite. Cayard hatte das vorangegangene Rennen 1997/98 auf der schwedischen „EF Language“ gewonnen. Der Landsmann und America's-Cup-Kollege von John Kostecki kündigte an: „Ich werde ganz sicher mein Bestes geben, damit wir zur 'illbruck' aufschließen können.“

          „Die vielen Menschen an Land sind anstrengend“

          Tony Kolb (Hamburg), der einzige deutsche Segler an Bord der „illbruck“, fiebert dem Start entgegen: „Ich kann es kaum erwarten, wieder aufs Wasser zu kommen. Die Aufregung und die vielen Menschen an Land sind anstrengend.“ Seine Zwischenbilanz kurz vor Halbzeit des Rennens: „Das Rennen hat soweit alle meine Träume mit zwei Etappensiegen und der Führung in der Gesamtwertung weit übertroffen.“

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