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Nordische Kombination : Ronny Ackermann gewinnt in Reit im Winkl

  • Aktualisiert am

Seriensieger: Ronny Ackermann Bild: dpa

Ronny Ackermann hat den Weltcup-Sprint der Nordischen Kombinierer in Reit im Winkl gewonnen. Sebastian Haseney wurde Zehnter, Georg Hettich belegte Platz zwölf.

          2 Min.

          Mit einem grandiosen Zielspurt hat sich Weltcup-Spitzenreiter Ronny Ackermann (Oberhof) für die knappe Niederlage gegen Felix Gottwald vor fünf Tagen in Oberwiesenthal revanchiert und seinen österreichischen Erzrivalen am Donnerstag in Reit im Winkl mit einem Meter Vorsprung auf Platz zwei verwiesen.

          Ackermann gewann den Sprintwettbewerb der Nordisch-Kombinierten und baute durch seinen vierten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup aus. Gottwald, der zuvor einen Generalangriff auf das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters angekündigt hatte, lag bis 20 Meter vor dem Ziel in Führung, musste sich am Ende aber mit drei Zehntelsekunden Rückstand geschlagen geben.

          Taktische Meisterleistung

          Ackermann wurde vom Veranstalter mit 5919,45 Euro Preisgeld entlohnt und kassierte außerdem einen Bonus aus dem Pool des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Höhe von 15.338,75 Euro. Insgesamt hat der 24-Jährige im Olympiawinter bereits 120.000 Euro Preisgeld erlaufen. „Ich habe versucht, so lange wie möglich hinter Felix zu laufen und so Kraft zu sparen. Im Spurt habe ich mich dann stark gefühlt“, kommentierte Ackermann, dem Bundestrainer Hermann Weinbuch „eine taktische Meisterleistung“ attestierte.

          Ackermann, der nach einem guten 92-m-Sprung von der Normalschanze („Mich haben vor allem die guten Haltungsnoten gefreut“) bereits auf Rang zwei lag, schien im 7,5-km-Rennen zunächst ein Opfer der Östereicher zu werden. Der unmittelbar hinter Ackermann gestartete Mario Stecher holte den Deutschen gleich in der ersten von drei Laufrunden ein und verschleppte dann das Tempo. So konnte der 25 Sekunden hinter Ackermann auf die Strecke gegangene Gottwald rasch aufschließen.

          „An Felix gehängt und auf den Spurt gesetzt"

          „Ich wollte gemeinsam mit Mario von der Spitze das Rennen gestalten. Aber der hatte absolut keine Lust“, kommentierte der Sieger die Entscheidung vor etwa 5000 begeisterten Zuschauern: „Um allein wegzulaufen, fehlte mir nach meiner gerade überstandenen Erkältung noch die Kraft. So habe ich mich eben an Felix gehängt und auf den Spurt gesetzt.“

          Im Gesamtweltcup liegt Ackermann mit 1100 Punkten vor Titelverteidiger Gottwald (1060) und Ex-Weltmeister Samppa Lajunen (Finnland/830), der auch diesmal Rang drei belegte. Vor dem abschließenden der drei Wettbewerbe des so genannten Deutschland-Grand-Prix am Samstag in Schonach führen Ackermann und Gottwald gemeinsam die Gesamtwertung an. Dem Gesamtsieger der Serie winkt ein zusätzliches Preisgeld von 10.000 Euro.

          Sechs mit Olympianorm, nur fünf sollen mit

          Von der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) überzeugten außer dem Tagessieger auch Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) und Georg Hettich (Rohrhardsberg) auf den Rängen zehn und zwölf. Dagegen wurde Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) von Weinbuch nach Rang 32 beim Springen vor dem Lauf aus dem Wettbewerb genommen und geschont.

          Insgesamt haben bereits sechs deutsche Winter-Zweikämpfer die interne Olympianorm erfüllt. Weinbuch soll aber auf Empfehlung der DSV-Spitze nur fünf Athleten für Salt Lake City nominieren.

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