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Nordische Kombination : Nur Olympiasieger Lajunen stoppt Ackermann

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Nach Olympia weiter im Aufwind: Ronny Ackermann Bild:

Nur wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Spiele belegte der Oberhofer zum Auftakt in Lahti hinter Samppa Lajunen den zweiten Platz.

          Ronny Ackermann macht sich weiter Hoffnungen auf den Gewinn der Weltcup-Gesamtwertung in der Nordischen Kombination. Der Oberhofer belegte zum Auftakt der finnischen Skispiele in Lahti hinter Finnlands Dreifach-Olympiasieger Samppa Lajunen den zweiten Platz. Im Gesamtweltcup liegt der zweimalige Silbermedaillen-Gewinner von Salt Lake City nun nur noch 91 Punkte hinter Spitzenreiter Felix Gottwald (Österreich) auf Rang zwei.

          Am WM-Ort von 2001 rettete Lajunen nach dem Sprunglauf von der Großschanze und dem 15-km-Langlauf 10,9 Sekunden Vorsprung gegenüber seinem deutschen Kontrahenten in das Ziel. Dritter wurde der Finne Jaakko Tallus, Gottwald kam nur auf Rang fünf.

          DSV-Team überzeugt

          Von der überzeugenden Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) kamen Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) und Marcel Höhlig (Oberhof) auf die Ränge neun sowie zehn. Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) wurde Zwölfter.

          „Ich wollte heute um den Sieg mitlaufen. Leider konnte ich auf der letzten Runde dem Tempolauf von Lajunen nicht ganz folgen, aber mit dem zweiten Rang kann ich recht zufrieden sein“, erklärte Ackermann.

          „Gottwald unter Druck setzen“

          Im Gesamtweltcup führt Gottwald nun mit 1701 Punkten vor Ackermann (1610) und Lajunen (1348). „Es sind noch fünf Wettkämpfe. Mal sehen, vielleicht kann ich Gottwald noch unter Druck setzen“, meinte Ackermann. Der 24-jährige Thüringer hatte den Grundstein für seinen zwölften Podestplatz im 14. Saisonrennen (jeweils fünfmal Erster und Zweiter sowie zweimal Dritter) beim Springen gelegt, wo ihm in der ersten Runde mit 133 Metern ein neuer Schanzenrekord gelang.

          „Bis auf die Landung war das ein perfekter Satz. Meine Haltungsnoten verwunderten mich deshalb schon ziemlich. Da bin ich nicht gerade bevorteilt worden“, kommentierte Ackermann. Wegen des fehlenden Telemark-Aufsprunges wurde er von den Wertungsrichtern nur mit Noten zwischen 15 und 17 Punkten bedacht und lag dadurch sogar hinter Tallus zurück, der vier Meter kürzer gesprungen war. Im zweiten Durchgang baute der junge Finne seinen Vorsprung noch einmal aus und ging mit 43 Sekunden Vorsprung auf die 15-km-Strecke.

          „Brav gekämpft“

          Dort holten Ackermann und der sieben Sekunden nach ihm gestartete Lajunen bereits bei Halbzeit Tallus ein, taktierten dann einige Minuten, ehe Lajunen entscheidend davon zog. „Der Samppa ist derzeit einfach einen Tick besser im Laufen“, erklärte Hermann Weinbuch.

          Der Bundestrainer attestierte seinem Team, „sehr brav gekämpft“ zu haben. „Man merkt nach der langen Saison, dass bei einigen Aktiven die Kräfte etwas nachlassen. Aber nicht bei Ronny. Der kann sich noch den Gesamtsieg holen.“

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