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Neuigkeiten mit Boris Becker : Chefposten für Becker im deutschen Tennis

Boris Becker bekommt eine neue Aufgabe Bild: dpa

Eine Personalie mit Risiken und Nebenwirkungen: Boris Becker soll Chef der deutschen Tennis-Herren werden. Auch bei den Damen ist die Besetzung für das neue Amt wohl gefunden.

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          „Spannende Neuigkeiten“ hat der Deutsche Tennis-Bund (DTB) vollmundig für diesen Mittwoch angekündigt, aber spannend ist es tatsächlich, was der Verband da offenbar verkünden wird – vor allem zu diesem Zeitpunkt. Boris Becker war schließlich zuletzt vornehmlich wegen finanzieller Probleme und weniger wegen neuer Tennis-Aktivitäten in die Schlagzeilen geraten. Eine Annäherung an den DTB war allerdings beim Daviscupspiel der deutschen Mannschaft im Februar in Frankfurt sichtbar geworden – vor allem, weil Becker dort betont hatte, dass er sich eine Zusammenarbeit mit dem Verband wieder vorstellen könnte.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          1999 war er unter allerlei Turbulenzen als Teamchef zurückgetreten, nachdem er sich mit dem damaligen Sportwart Dirk Hordorff hauptsächlich gestritten hatte. Der ehemalige Trainer von Rainer Schüttler ist inzwischen DTB-Vizepräsident und ein gewiefter Funktionär, der die alten Scharmützel mit Becker längst beendet hat. Hordorff ist sicher wesentlich daran beteiligt, dass Deutschlands berühmtester Tennisspieler an der Zukunft des Verbandes, den er ja einst mit seinen Erfolgen groß gemacht hat, wieder mitarbeiten wird. Zwar gibt es keine offizielle Bestätigung des Verbandes, aber die Aufgabenstellung ist wohl klar: Becker wird „Head of mens Tennis“, also Chef des Herrentennis. Die aktuelle Fed-Cup-Chefin und Bundestrainerin Barbara Rittner übernimmt diese Position bei den Damen, was bedeutet, dass der DTB auf Dauer eine neue Fed-Cup-Chefin suchen muss.

          Boris Becker kehrt zurück : „Head of Tennis“ beim DTB

          Die Aufgabe für Becker sieht dabei etwas vielversprechender aus als für Barbara Rittner. Mit dem 20 Jahre alten Alexander Zverev, dem aktuellen Weltranglistensechsten, hat Deutschland schließlich einen Spieler in seinen Reihen, dem alle Experten zutrauen, dass er früher oder später noch weiter oben, wenn nicht ganz oben in der Weltrangliste stehen wird. Dazu darf  der DTB darauf hoffen, dass sich der 16 Jahre alte Rudi Molleker, einst U14-Weltmeister und eines der viel versprechendsten Talente weltweit, sich weiter so entwickelt wie zuletzt.

          In Hamburg spielte sich Molleker im August als einer der jüngsten Akteure überhaupt durch die Qualifikation in die erste Runde eines ATP-Turniers. Diese mögliche Kombination regt zu großen Träumen an – und möglicherweise könnte Becker mit seinem auch durch die erfolgreiche Tätigkeit als Djokovic-Trainer wieder gewonnenem Renommee in der Tenniswelt dann dabei helfen, dass dieses Duo auch tatsächlich für Deutschland spielen wird. Zumindest aber ist das deutsche Herrentennis mit einem Schlag wieder stark im Gespräch  – allerdings mit allen Risiken und Nebenwirkungen, denn diese Personalie auch bietet.

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