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NBA-Playoffs : „Allen Iverson ist ein echter Krieger“

  • Aktualisiert am

Der Krieger kämpft, der Häuptling schaut zu: Iverson und Brown (l.) Bild: dpa

Trotz Steißbeinprellung und Ellenbogenchecks: Allen Iverson biss auf die Zähne und führte die Philadelphia 76ers zum 89:83 bei den Milwaukee Bucks.

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          Die Philadelphia 76ers können dank ihres Superstars Allen Iverson wieder auf den Einzug ins Endspiel der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA hoffen.

          Der wegen einer schmerzhaften Steißbeinprellung in der dritten Partie pausierende Spielmacher führte den dreimaligen NBA-Champion im vierten Final-Duell der Eastern Conference bei den Milwaukee Bucks zum hart umkämpften 89:83. Die Sixers glichen damit in der Serie „best of seven“ nach Siegen zum 2:2 aus. In der fünften und einer womöglich entscheidenden siebten Partie haben sie wieder Heimrecht.

          Für die am kommenden Mittwoch beginnende Endspiel-Serie über maximal sieben Duelle sind die Los Angeles Lakers bereits qualifiziert. Der Titelverteidiger hatte im Finale der Western Conference Vorgänger San Antonio Spurs souverän mit 4:0 Siegen ausgeschaltet.

          Der MVP entschied die Partie

          Iverson hatte sich kurzerhand entschlossen wieder zu spielen. „Die Schmerzen sind zwar noch immer riesig, doch solange es irgendwie geht, spiele ich mit“, hatte er unmittelbar vor der hart und ruppig geführten Partie zum Leidwesen der Bucks angekündigt. Trotz seines Handicaps wirbelte der wertvollste Spieler der Saison (MVP) wie gewohnt über das Parkett.

          Iverson ließ sich in seinem Aktionsradius auch nicht einschränken, als er 122 Sekunden vor Spielende von seinem Widerpart Ray Allen einen Ellenbogenscheck erhielt, der ihn zu Boden streckte. Mit 28 Punkten war Iverson der erfolgreichste Werfer des Spiels.

          „Mein Herz fühlt sich jetzt gut

          Die letzten neun Zähler verbuchte er in der Schlussphase, womit er sein Team endgültig auf die Siegstraße führte. „Allen hat einen wahnsinnigen Job getan. Ich kann den Hut vor ihm nicht tief genug ziehen“, schwärmte Sixers-Headcoach Larry Brown.

          „Allen ist ein echter Krieger“, fügte Team-Kollege Dikembe Mutombo hinzu. Der Center glaubt: „Wenn Allen sich gut fühlt, dann gewinnen wir auch die nächsten beiden Spiele und stehen im Endspiel.“

          Der Held des Abends meinte nur: „Mein Herz fühlt sich jetzt gut.“ Dass Iverson nur zehn seiner 32 Würfe aus dem Feld verwandeln konnte, störte ihn angesichts des Sieges nicht. Zumal auch kein Bucks-Profi besser traf. Bei Milwaukee erwies sich Glenn Robinson mit 20 Punkten am treffsichersten, aber das reichte gegen die Sixers diesmal nicht.

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