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NBA : Nowitzki-Team deklassiert Lakers

  • Aktualisiert am

Durch die Mitte: Dirk Nowitzki Bild: dpa

In der Nordamerikanischen Basketball-Liga (NBA) bleiben die Dallas Mavericks nach dem 98:72 gegen die L.A. Lakers weiterhin ungeschlagen.

          2 Min.

          Wer soll Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks stoppen? Auch der maßlos enttäuschende Titelverteidiger in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA blieb die Antwort schuldig.

          Sang- und klanglos mit 72:98 verloren die Los Angeles Lakers (drei Siege/acht Niederlagen) bei den von ihrem deutschen Star Nowitzki und dessen Freund Steve Nash angeführten Texanern. Dallas bleibt damit nach elf Partien das einzige ungeschlagene Team.

          „Können den Rekord brechen“

          Den Mavericks fehlen jetzt nur noch fünf Siege, um den von den Houston Rockets (1993) und Washington (1948) mit jeweils 15 Erfolgen gehaltenen Startrekord zu verbessern. Einen besseren Auftakt als Dallas jetzt hatten nur die Boston Celtics (14 Siege - 1957), Chicago Bulls (1996) und Seattle SuperSonics (jeweils 12 - 1982).

          Hilflos und Ratlos: Kobe Bryant und die Lakers

          „Wir können den Rekord brechen. Und wir wollen das natürlich auch“, meinte Nowitzki nach der Deklassierung des Champions der letzten drei Jahre. Die Himmelstürmer aus Dallas, die Houston und Seattle am Donnerstag und Samstag empfangen, werden deshalb aber nicht verkrampfen. „Wir machen unseren Job so gut es geht. Wobei jeder weiß, dass die Serie einmal endet. 82 Spiele hintereinander kann keiner gewinnen. Wenn die Serie vorbei ist, konzentrieren wir uns darauf, eine neue zu starten“, sagte Nowitzki gelassen.

          Verbesserte Abwehrleistung

          Der gebürtige Würzburger, der nach Nash (21 Punkte) zweitbester Mavericks-Werfer (18) und erneut überragender Rebounder (17) war, wollte den Sieg gegen die ohne ihren am Zeh operierten Center Shaquille O'Neal spielenden Lakers keinesfalls überbewerten.

          „Heute war es relativ leicht zu gewinnen, denn ohne Shaq sind sie ein ganz anderes Team“, betonte Nowitzki. So wie sein erneut überzeugender Auswahlkollege Shawn Bradley (16/12) zeigte er sich besonders erfreut über die deutlich sichtbar verbesserte Abwehrleistung. „In der Vorbereitung haben wir vier Wochen nur an der Defense gearbeitet, langsam zahlt es sich aus“, sagte er.

          „Keine Feuer in den Augen“

          Lakers Topspieler Kobe Bryant kam deshalb auch nur im ersten Viertel (25:25) zur Entfaltung. Der Allrounder, mit 16 Punkten bester Werfer der Kalifornier, wurde danach in seinem Bewegungsradius von zwei Gegenspielern glänzend eingeengt. Zu allem Unglück zog sich Bryant noch eine Verletzung im linken Daumen und Knöchel zu, so dass er vor der Rekordkulisse von 20 096 Zuschauern das letzte Viertel frustriert von der Mannschaftsbank aus verfolgen musste.

          Die Lakers haben noch nie mit einer Differenz von 26 Punkten gegen die Mavericks verloren, was Bryant zusätzlich auf die Palme brachte: „Es war peinlich, wie wir untergegangen sind. Ich habe bei keinem Feuer in den Augen gesehen“, kritisierte der 24-Jährige die Arbeitseinstellung seiner Teamkameraden. Von 91 Würfen trafen nur 28, was einer Rekord-Negativquote von 30,8 Prozent entsprach.

          „Katastrophe“

          „Dieses Spiel kannst du nur vergessen. Das war eine Katastrophe“, befand Lakers-Headcoach Phil Jackson. So verärgert er über die Vorstellung seiner Verlierer-Truppe auch war, so locker sah O'Neal darüber hinweg: „Zu Beginn einer jeden Saison gibt es ein bestes Team. Jetzt sind es die Mavericks. Wir stehen jetzt neben uns. Doch wenn wir am 6. Dezember das nächste Mal gegeneinander spielen, verspreche ich, sieht alles anders aus“.

          Am Freitag im Heimspiel gegen die Chicago Bulls will O'Neal sein Saisondebüt geben. Für Schlagzeilen hatte „Shaq“ bereits in der vergangen Woche gesorgt. Er werde nur für das US-Olympia-Team spielen, wenn Phil Jackson die Mannschaft betreue, betonte O'Neal. Ansonsten würde 2004 sein Knie schmerzen.

          NBA-Stars im Athleten-Dorf

          Ganz abgesehen davon, wer für das US-Team spielen wird, steht die Unterkunft für die NBA-Stars schon fest: Erstmals wird die Mannschaft im Athleten-Dorf untergebracht. „Viele Spieler haben das vorgeschlagen. Sie empfinden das als einen bedeutenden Teil olympischer Erfahrungen“, sagte der Präsident des US- Verbandes, Tom Jernstedt.

          Bei den Olympischen Spielen 1992, 1996 und 2000, als die Dream-Teams souverän Gold gewannen, wohnten sie in besonders gesicherten Fünf-Sterne-Hotels.

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