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NBA-Finale : Philadelphia im Freudentaumel

  • Aktualisiert am

Gefeierter Star: Allen Iverson Bild: dpa

Die Philadelphia 76ers stehen im NBA-Finale. Im entscheidenden siebten Playoff-Finalduell der Eastern Conference siegten sie gegen die Milwaukee Bucks. Nun geht es gegen die L.A. Lakers.

          2 Min.

          Philadelphia feiert, als hätten die „Sixers“ die Endspiel-Serie um die wertvollste Basketball-Trophäe der Welt bereits gewonnen. Tausende sangen, tanzten oder fuhren hupend bis weit in den nächsten Morgen durch die Straßen der östlichen Millionen-Metropole, um Superstar Allen Iverson und das Team zu feiern, das erstmals seit 18 Jahren in ein Endspiel einzog.

          Die Philadelphia 76ers verwirklichten ihren Traum in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) im entscheidenden siebten Playoff-Finalduell der Eastern Conference, das sie am Sonntag (Ortszeit) gegen die Milwaukee Bucks 108:91 gewannen. Damit setzten sie sich nach dem Modus „best of seven“ mit 4:3- Siegen durch und spielen nun gegen die Los Angeles Lakers den NBA-Champion aus. Der Titelverteidiger aus L.A. genießt in den ersten beiden Vergleichen am Mittwoch und Freitag Heimrecht.

          1,83 m groß: 44 Punkte wertvoll

          Schon eine Minute vor Spielschluss glich das mit über 21.000 Zuschauern überfüllte „First Union Center“ einem Tollhaus. Die von den seit 1974 vergeblich um den Endspiel-Einzug kämpfenden Bucks zum Schicksals-Spiel erklärte Partie war zu dem Zeitpunkt längst entschieden. Iverson und Co. zelebrierten schon ausgelassene Jubelarien, egal, was noch auf dem Parkett passierte. „Ich kann das alles nicht in Worte fassen. Das ist das Größte für mich in der Welt. Ich habe immer davon geträumt, gegen die Lakers um das Championat zu spielen“, sagte Iverson.

          Mit 44 Punkten war der 1,83 m große Guard wieder der überragende Mann des Abends. „Allen hat sich heute selbst bewiesen, dass er ein fantastischer Spieler ist. Er machte den großen Unterschied aus“, sagte Bucks-Coach George Karl, dessen Team in der verletzungsbedingten Auszeit von Ray Allen auf die Verliererstraße geriet. 4:56 Minuten vor Ende des dritten Viertels beim Rückstand von 61:68 war das Iverson-Pendant mit Sixers-Guard Eric Snow so unglücklich zusammengeprallt, dass er sich dabei das linke Knie schwer prellte.

          L.A. Lakers Favorit im Finale

          Im Schlussviertel kehrte Allen zwar zum Team zurück. Auf dem rechten Bein humpelnd, erzielte er noch acht seiner insgesamt 26 Punkte, womit er bester Werfer seines Teams wurde. An einen Sieg war jedoch nicht mehr zu denken.

          Den wollen die Sixers nun auch gegen die Lakers landen. Was jedoch nahezu aussichtslos erscheint. Denn die Kalifornier werden in den Wettbüros als haushoher 111:2 Favorit geführt. Bis auf die Bilanzen der regulären Saison spricht alles für den seit einer Woche auf ihren Endspiel-Gegner wartenden Vorjahres-Champion, der im Finale der Western Conference die San Antonio Spurs problemlos mit 4:0-Siegen ausgeschaltet hatte.

          „David gegen Goliath“

          Beide Teams kamen in der Vorrunde auf jeweils 56 Siege und 26 Niederlagen. In den direkten Duellen gewann jeder sein Heimspiel. Inzwischen sind die Lakers seit 19 Partien ungeschlagen, davon elf in den Playoffs. Als erste Mannschaft wollen sie mit einer makellosen Bilanz triumphieren. Die wesentlich mehr strapazierten Sixers indes, die die Trophäe zuletzt 1983 gegen die Lakers (4:0- Siege) erkämpften, mussten sich nicht nur im Eastern-Finale über sieben Spiele quälen, sondern auch schon in der Playoff-Runde davor.

          Die Sixers haben mit Larry Brown, der erstmals in 17 NBA-Trainer-Jahren ein Endspiel erreichte, zwar den besten Coach der Saison, mit Iverson den wertvollsten Spieler und auch den als besten Defensiv-Spieler geehrten Dikembe Mutombo in ihren Reihen. Doch beide Profis sind gesundheitlich ebenso angeschlagen wie die Schlüsselspieler Eric Snow und Aaron McKie. Die Lakers mit ihren Stars Shaquille O'Neal und Kobe Bryant plagen hingegen keine Verletzungssorgen. In Phil Jackson haben sie auch den erfolgreichsten NBA-Coach auf ihrer Seite. „Es ist ein Spiel David gegen Goliath, in dem wir den Weg herausfinden wollen, um den Giganten zu stürzen“, sagte Brown.

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