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NBA : Dirk Nowitzki: „Reif für den Titel“

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Dirk Nowitzki: „Unsere Mannschaft war noch nie so gut” Bild: AP

Mit dem Saisonstart der NBA am Dienstag beginnt auch für den Deutschen bei den Dallas Mavericks die Jagd auf Meister Los Angeles Lakers.

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          Der Meister kommt wieder aus dem Westen. Aber das müssen nicht wieder die Los Angeles Lakers sein, denn die Sacramento Kings hätten das stärkste Team. Das wenigstens behauptet Dirk Nowitzki und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er in seiner fünften Saison mit den Dallas Mavericks auch ernsthaft auf den Titelgewinn in der nordamerikanischen Profi-Liga (NBA) fixiert ist.

          „Die Zeit ist reif, unsere Mannschaft war noch nie so gut“, sagte der beste deutsche Basketball-Export vor der am Dienstag beginnenden Saison. Wer kann die Lakers auf dem Weg zu ihrem „Grand-Slam-Triumph“ stoppen? So lautet die seit Wochen am heißesten diskutierte Frage.

          „Frankenshaq“ gegen O'Neal

          Eine abstruse Antwort liefert „Sport Illustrated“ in der neuesten Ausgabe auf einem dreiseitigen Farbposter. Zu sehen ist eine grimmige Monster-Kreatur namens „Frankenshaq“ mit der Trikotnummer 13. Sie setzt sich zusammen aus den besten Körperteilen von 17 NBA-Spielern.

          Von Nowitzki wurde der rechte Wurfarm geklont. Nur durch ein Biest dieser Prägung, glauben die Schöpfer, lasse sich Shaquille O'Neal, der hilflos mit ausgestreckten Armen dem Monster zu Füßen liegt, und damit die vierte Lakers-Meisterschaft in Folge verhindern.

          Lakers wollen vierten Titel in Folge

          Den hünenhaften Center lassen derartige Karikaturen genauso kalt wie die Prophezeiungen von Chris Webber oder Mike Bibby aus Sacramento, dass die Lakers-Dominanz enden werde. „Sacramento bereitet mir keine schlaflosen Nächte“, sagte O'Neal, der wegen einer Operation am rechten Zeh zumindest in den ersten zehn Partien nicht mitwirken kann.

          „Wenn ich zurückkomme“, tönte O'Neal, „werden nicht nur die Kings Probleme kriegen.“ Den Boston Celtics unter ihrem legendären Headcoach Red Auerbach war es von 1959 bis 1966 als letzte geglückt, wenigstens vier Mal in Folge einen NBA-Championsring zu gewinnen. „Wir wollen als eins der allergrößten Teams in die Geschichte eingehen. Diese Chance haben wir nie mehr in unserem Leben, deshalb werden wir auch diesmal wieder siegen“, versprach Lakers zweiter Superstar, Kobe Bryant.

          Reichen Jacksons „Künste“?

          Den erneuten Erfolg wollen die Wurfkünstler aus Hollywood nicht zuletzt auch wegen ihres Cheftrainers. Phil Jackson würde unsterblich werden. Für den 57-Jährigen wäre es die zehnte Meisterschaft, womit er Rekordhalter Auerbach übertrumpfen würde.

          Auch der einstige Megastar Michael Jordan gönnt seinem früheren Coach bei den Chicago Bulls den „runden Titel von ganzem Herzen. Phil ist ein Magier, das wissen alle. Doch ob seine Künste auch diesmal ausreichen...?“ Der 39-Jährige verhehlt seine Skepsis nicht, „denn zuletzt war Sacramento eigentlich schon besser. Und diesmal werden auch Dallas und San Antonio eine noch stärkere Rolle spielen“.

          Chinesischer Center sorgt für Schlagzeilen

          Diesen Wunsch hegt Jordan in seiner vermutlich letzten NBA-Spielserie auch noch einmal, nachdem der Guard von den Washington Wizards in der vorigen Saison wegen Problemen im rechten Knie 20 Spiele aussetzen musste und erstmals den Einzug in die Playoffs verpasst hatte.

          Der Riesenrummel, den Jordans vorjähriges Comeback rund um die NBA auslöste, hat sich längst gelegt. Inzwischen bestimmt „Mystery Man Ming“ die Schlagzeilen: der Chinese Yao Ming, der als erster Ausländer als Nummer eins beim NBA-Draft gezogen wurde.

          Medien überschlagen sich

          Noch hat der 22-Jährige für die Houston Rockets kein Meisterschaftsspiel bestritten, trotzdem posiert er auf den Titelseiten der Hochglanzmagazine. So viel Aufmerksamkeit wurde noch keinem Nicht-Amerikaner gewidmet.

          Die Medien überschlagen sich und schwärmen von der Statur und Beweglichkeit des 2,27 m langen und 135 kg schweren Asiaten. „The new Mr. Big“, frohlockte der San Francisco Chronicle“, sei die „große Anti-Shaq-Hoffnung der NBA“.

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