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Nationalmannschaft : Abschiedsgrüße auf Französisch

Schwitzen für den Erfolg: die Nationalspieler beim Training in Südfrankreich Bild: dapd

Der DFB-Tross ist zum letzten Testspiel vor der EM nach Leipzig aufgebrochen. Das Trainingslager in Tourrettes ist laut Manager Oliver Bierhoff „optimal verlaufen“. Doch die wahre Form des Teams wird sich erst am 9. Juni beim ersten Spiel gegen Portugal zeigen.

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          Schon am Morgen standen Frachtcontainer und Lastwagen am Trainingsplatz. Im Fitnesszelt wurden, während Bastian Schweinsteiger noch fleißig radelte, so langsam die Geräte abgebaut. Dietmar Hopp, der Gastgeber, der keine Kosten und Mühen gescheut hatte, um dem deutschen Team in Tourrettes ideale Bedingungen zu schaffen, schaute nochmal höchstpersönlich vorbei, um Abschied zu nehmen.

          Das Training am Mittwochvormittag war die 25. und letzte Einheit in 19 gemeinsamen Tagen, erst auf Sardinien, dann in Südfrankreich. Am Nachmittag flog das deutsche Team zurück in die Heimat, wo an diesem Donnerstag in Leipzig gegen Israel die EM-Generalprobe ansteht. Teammanager Bierhoff sprach davon, dass die beiden Trainingslager alles in allem „optimal verlaufen“ seien, zumal es, anders als etwa 2010, keine (neuen) Verletzten zu beklagen gab.

          Gegen Portugal zeigt sich die Form

          Wie viel die Deutschen in diesen Tagen an Form und Erfahrung gewonnen haben, wird sich wohl erst am 9. Juni, dem Tag des ersten Spiels gegen Portugal, zeigen. In jedem Fall aber waren sie um zwei Schmuckstücke reicher, als sie Tourrettes verließen. Ein Sponsor hatte für jeden die „Große Fliegeruhr DFB“ im Gepäck, limitiert auf 250 Stück und mit eingravierten Rückennummern. Bierhoff bewies schon einmal besonderes Zeitgefühl, als er sich in der Pressemitteilung mit dem Satz zitieren ließ, die Uhr sei eine „tolle Erinnerung an die bevorstehende EM“ – noch bevor das Turnier überhaupt begonnen hat.

          Der Kapitän und sein Glücksbringer Bilderstrecke
          Der Kapitän und sein Glücksbringer :

          Ein Gönner aus der Juwelierbranche ließ dem Team einen Satz Armbänder zukommen – auf dass sie den Deutschen noch ein bisschen mehr Glück bringen mögen als die Vorgängermodelle bei der WM 2010. Shamballa heißt der Schmuck, den ein Hauch von Mystik, aber auch von Esoterik umweht. „Den Teamgeist, die Einstellung und das Miteinander“, sagte Bierhoff, sollen die Bänder symbolisieren. Und sprach von der „starken Kraft, die wir in uns selber finden müssen“. Gut, dass er nicht zu erwähnen vergaß, dass die Kraft, die aus den Bändern kommt, nicht alles ist. „Das müssen wir schon selbst leisten“, betonte er im Hinblick auf die ganz realen Aufgaben im Turnier.

          Der Yoga-Lehrer darf mit, „Effi“ nicht

          Zu denen, die in Polen und in der Ukraine helfen sollen, gehört im Übrigen auch ein Yoga-Lehrer. Der hatte schon während der Vorbereitung mit dem Team gearbeitet – und das so überzeugend, dass die Spieler sich seine Dienste weiter wünschten. Ein anderer hingegen hat die Nominierung nicht geschafft. „Effi“ Kompodietas, der mit Hilfe komplexer Übungen Konzentration und Koordination der Profis zu schulen versuchte, war schon vor dem Team gen Heimat abgereist. Die Grenzerfahrungen, da können die deutschen Spieler sicher sein, kommen bei der EM von ganz alleine.

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