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Nach BGH-Urteil : Claudia Pechstein droht Schuldenberg

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Kein Kommentar zur Kosten-Frage: Claudia Pechstein Bild: dpa

Als Verliererin der Prozess-Serie muss Claudia Pechstein Anwalts- und Verfahrenskosten vor dem BGH und den vorangegangenen Instanzen zahlen. Die Summe beläuft sich im sechsstelligen Bereich.

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          Nach der Niederlage von Claudia Pechstein vor dem Bundesgerichtshof (BGH) kommen auf die Eisschnellläuferin riesige Kosten zu. Als Verliererin der gesamten Prozess-Serie muss sie nicht nur sämtliche Anwalts- und Verfahrenskosten vor dem BGH, sondern auch in den beiden vorangegangenen Instanzen vor dem Landgericht München und dem Oberlandesgericht München zahlen. Diese Kosten werden auf 200.000 bis 300.000 Euro geschätzt. Allein der BGH-Anwalt der Gegenseite, dem Eislauf-Weltverband ISU, kostet rund 70.000 Euro, das Verfahren knapp 90.000 Euro. „Zur finanziellen Situation gibt es von der Pechstein-Seite keinen Kommentar“, erklärte Manager Ralf Grengel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

          Schon um ihren eigenen Anwalt vor dem BGH-Prozess finanzieren zu können, hatte Pechstein einen Aufruf gestartet, um durch Spendengelder 70.000 Euro aufbringen zu können. Für je 20.000 Euro bürgten damals die Gewerkschaft der Polizei/Bezirk Bundespolizei und die Fußballer-Gewerkschaft FIFPro. „Wir stehen auch nach diesem Fehlurteil des BGH zu Claudia und werden unseren Verpflichtungen nachkommen“, sagte Sven Hüber, der Stellvertretende Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft.

          Zugleich forderte er den Deutschen Olympischen Sportbund auf, sich nach der Entschuldigung bei Pechstein für die Fehlentscheidungen des Sports in Sachen der ungerechtfertigten Zwei-Jahres-Sperre auch an den finanziellen Folgen zu beteiligen. „Entschuldigen heißt auch, sie von den Schulden zu befreien“, erklärte Hüber.

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