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Motorrad-WM : Valentino Rossi siegt und weint

  • Aktualisiert am

Valentino Rossi feiert zum Auftakt einen Sieg Bild: dpa/dpaweb

Die deutschen Motorradfahrer haben zum Auftakt der WM-Saison enttäuscht. Alex Hofmann kam bei seinem Einstieg in der Königsklasse MotoGP ebensowenig ins Ziel wie Christian Gemmel in der Viertelliterklasse.

          Die deutschen Motorradfahrer haben zum Auftakt der Weltmeisterschaftssaison im südafrikanischen Welkom enttäuscht. Alex Hofmann (Bochum) kam bei seinem Einstieg als Fixstarter in der Königsklasse MotoGP ebensowenig ins Ziel wie Christian Gemmel (Hettenrodt) in der Viertelliterklasse. Hofmann stürzte und erlitt trotz vorübergehender Bewußtlosigkeit keine gravierenden Verletzungen. In der Achtelliterklasse erreichte Titelkandidat Steve Jenkner nach einer verpatzten Qualifikation im Rennen wenigstens noch Platz acht, und Dirk Heidolf (beide Hohenstein-Ernstthal) holte in der Klasse bis 250 Kubikzentimetern auf Rang 14 auch noch zwei WM-Punkte.

          Dagegen war Superstar Valentino Rossi in der MotoGP-Klasse auch nach seinem Wechsel von der stärkeren Honda auf Yamaha nicht zu schlagen und gewann nach einem heißen Duell mit seinem Erzrivalen Max Biaggi eindrucksvoll. Rossi war von seinem Triumph so überwältigt, daß der Italiener sich zunächst in eine ruhige Ecke zurückzog und sogar Tränen vergoß.

          „Massig kleine Probleme“

          Ganz anders war Hofmann zumute. Der Westfale würgte beim Start seine Kawasaki ab, riskierte danach zuviel und schied durch den Sturz in Runde 17 aus. "Alex ist auf den Kopf gestürzt, aber er ist wieder bei Bewußtsein, und offenbar geht es ihm gut", sagte Hofmanns Teamchef Harald Eckl. Schon am Vortag hatte ein Sturz im zweiten Zeittraining Hofmanns Selbstvertrauen gedämpft. Jenkner hatte schon nach dem Training und Startplatz 18 die Hoffnungen auf einen Podestplatz praktisch begraben können. Probleme mit dem Motor, dem Fahrwerk und im Rennen auch mit der Kupplung trübten seine Stimmung erheblich. "Das waren massig kleine Probleme, die mir heftig die Suppe versalzen haben", sagte der nur 1,62 Meter große Sachse.

          Insgesamt war der WM-Auftakt mit Überraschungen und spannenden Entscheidungen Werbung für den Motorradsport. Bei den kleinsten Maschinen setzte sich der italienische Honda-Fahrer Andrea Dovizioso als Erster an die Spitze der Gesamtwertung. Der Achtzehnjährige überholte auf der Zielgeraden seinen Landsmann Roberto Locatelli und feierte beim 34. Start seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Einen Überraschungssieger hatte auch das Rennen bei den 250ern, wo der spanische "Aufsteiger" Daniel Pedrosa gleich das erste Rennen nach seinem Wechsel zu den größeren Maschinen für sich entschied. Der 18 Jahre alte Weltmeister des Vorjahres bei den Achtellitermaschinen gewann nach einem spannenden Duell mit mehreren Führungswechseln noch in der letzten Runde auf seiner Honda vor dem französischen Aprilia-Piloten Randy de Puniet.

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