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Motorrad-WM : Jenkner wird nach Pole Position durchgereicht

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Nachdem er zum ersten Mal in seiner Karriere eine Pole Position erreicht hatte, stand Steve Jenkner am Ende doch mit leeren Händen da.

          Nachdem er zum ersten Mal in seiner Karriere eine Pole Position erreicht hatte, stand Steve Jenkner am Ende doch mit leeren Händen da. Beim 4. von 16 Läufen zur Motorrad-Weltmeisterschaft in Mugello wurde der Aprilia-Pilot aus Hohenstein-Ernstthal vom ersten auf den siebten Platz durchgereicht und verpaßte nach Platz acht in Südafrika und Rang zehn in Frankreich zum dritten Mal in diesem Jahr den Sprung auf das Podest. "Wir sind sehr enttäuscht. Nach der Pole waren wir angetreten, um auf jeden Fall einen Rang auf dem Treppchen zu holen", sagte Jenkner, der als Zweiter in Jerez in diesem Jahr bisher nur eine hervorragende Plazierung erreicht hat. In der WM-Wertung fiel der vor der Saison als Titelkandidat gehandelte Jenkner vom vierten auf den fünften Rang zurück und hat mit 43 Punkten bereits 33 Zähler Rückstand auf den italienischen Spitzenreiter Andrea Dovizioso (Honda). Roberto Locatelli (Italien/Aprilia) gewann das Rennen in Mugello und ist Zweiter der Gesamtwertung, und auch der Zweite vom Sonntag, Casey Stoner (Australien/KTM) ist mit 55 Punkten Jenkner schon enteilt.

          Von einer Vorentscheidung will der aber noch nichts wissen. "Ich habe mir den WM-Stand noch gar nicht angeguckt. Es waren ja erst vier Rennen. Nach acht oder neun Läufen werden wir mal eine erste Bilanz ziehen und schauen, wie wir taktisch weitermachen müssen", sagte der derzeit beste deutsche Motorradfahrer. Immerhin kannte Jenkner die Gründe für sein verpatztes 111. Grand-Prix-Rennen: "Der Start war wie gewöhnlich nicht so gut. Aber das war gar nicht so schlimm, denn ich war ja weiter in der Spitzengruppe und lag sogar ganz kurz mal in Führung. Aber der Hinterreifen war zu hart eingestellt, so konnte ich am Ende einfach nicht mehr beschleunigen."

          Jubel herrschte dagegen bei den italienischen Fans, denen Superstar Valentino Rossi im Moto GP einen Heimsieg bescherte. Der Titelverteidiger lag auf seiner Yamaha am Ende vor Sete Gibernau aus Spanien (Honda), der mit 86 Punkten seine WM-Führung vor Rossi (72) erfolgreich verteidigte. Alex Hofmann aus Bochum kam auf Kawasaki auf den 14. Rang. Sechs Runden vor Schluß hatte die Rennleitung wegen einsetzenden Regens auf Abbruch entschieden und gab den Teams Gelegenheit zum Reifenwechsel. Beim Neustart wurde das Feld dann von Rossi und Gibernau sowie dem späteren Dritten Max Biaggi (Italien/Honda) angeführt.

          In der Viertelliterklasse kam Dirk Gemmel aus Hettenrodt auf Honda bei noch trockenen Bedingungen als einziger Deutscher auf Position 20 ins Ziel, Dirk Heidolf aus Hohenstein-Ernstthal mußte seine Honda nach einem Unfall bereits in der ersten Runde abstellen. Der Argentinier Sebastian Porto fuhr ungefährdet zu seinem ersten Saisonsieg vor Daniel Pedrosa (Spanien/Honda) und Titelverteidiger Manual Poggiali (San Marino).

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