https://www.faz.net/-gtl-3841

Ferrari : Montoya als Schumacher-Nachfolger gehandelt

  • Aktualisiert am

Kronprinz Montoya und Weltmeister Schumacher (r) Bild: dpa

Von Michael Schumacher wird erwartet, dass er bei Ferrari nicht bis 2004 fährt, sollte er dieses Jahr wieder Weltmeister werden.

          Ausgerechnet Michael Schumachers schärfster Rivale Juan- Pablo Montoya wird bei Ferrari als Nachfolger des Weltmeisters gehandelt.

          Während Ralf Schumacher im Williams-BMW am Sonntag beim Großen Preis von San Marino den Wachwechsel in der Formel 1 einläuten und die bereits 19 Monate andauernde Herrschaft seines Bruders als WM-Spitzenreiter beenden will, soll sein Teamkollege aus Kolumbien mit den Italienern bereits über einen Stallwechsel verhandelt haben.

          Michael Schumachers Rücktritt insgeheim erwartet

          Der Vertrag des Draufgängers bei dem britisch-deutschen Rennstall läuft am Ende der Saison aus. Trotz seiner Startunfälle ist Montoya mit 14 Punkten Dritter der Fahrer-Wertung hinter Michael (24) und Ralf (16) Schumacher. Damit hat Montoya, der die Schuld an seinem Unfall in Brasilien noch immer Michael Schumacher in die Schuhe schiebt, im Vertragspoker einige Trümpfe in der Hand.

          „Wir rechnen damit, dass Michael Schumacher seinen Vertrag bis 2004 nicht erfüllt, wenn er noch einmal Weltmeister werden wird und deshalb früher aufhört. Und dann muss Montoya her“, zitierte die „Auto Zeitung“ vor dem Europa-Auftakt in Imola einen Ferrari-Manager und heizte die Spekulationen kräftig an.

          Ralf Schumacher will Spitze übernehmen

          Den vorzeitigen Ausstieg mit dem fünften WM-Triumph des 33- jährigen Michael Schumacher will sein jüngerer Bruder Ralf verhindern. „Michael hat in seinem Leben schon genug gewonnen. Der hat genug Titel. Der braucht keinen mehr“, kündigte „Schumi II“ an.

          Mit der Wiederholung seines Vorjahreserfolges und etwas Schützenhilfe der Konkurrenz könnte der Wahl-Österreicher im „Ferrari-Land“ seinen Bruder von Platz 1 der Fahrerwertung verdrängen. Im Vorjahr hatte Ralf Schumacher im „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ sogar den Rundenrekord geknackt, während Michael sein Auto mit einem Defekt abstellen musste.

          Coulthard peilt ersten Saisonsieg an

          Letztmals lag der große Schumacher nach dem Großen Preis von Italien in Monza im September 2000 nicht an der Spitze der Fahrer-Wertung. Damals bremste ihn der Finne Mika Häkkinen im McLaren-Mercedes aus, ehe sich der Kerpener wenig später doch den WM-Titel holte.

          Von den guten Zeiten ist McLaren-Mercedes momentan weit entfernt: Die in den ersten drei Saison-Rennen abgestürzten „Silberpfeile“ müssen aufpassen, dass sie nicht auch noch von Renault ausgebremst werden. „Ich denke, dass aus dem Dreikampf ein Vierkampf wird. Es ist allerdings nicht unser Ziel, dass wir uns von Renault überholen lassen. Unser Ziel ist es, nach vorne aufzuschließen“, sagt Mercedes- Sportchef Norbert Haug kämpferisch. Auch Coulthard weiß: „Wenn ich noch eine WM-Chance haben will, dann muss ich in Imola gewinnen.“

          Weitere Themen

          Fortuna fit trotz Verletzungen Video-Seite öffnen

          Rheinderby gegen Gladbach : Fortuna fit trotz Verletzungen

          Im Rheinderby treffen die Düsseldorfer am Sonntag auf Borussia Mönchengladbach, die am Donnerstag in der Europa League eine 0:4-Heimniederlage verkraften mussten. Trotz Verletzungspech freut sich Trainer Funkel auf das Spiel.

          Leipzig bleibt Tabellenführer

          3:0 in Bremen : Leipzig bleibt Tabellenführer

          RB Leipzig bleibt auf Kurs: Auch in Bremen dominiert das Team von Julian Nagelsmann. Nur die Torausbeute und eine strittige Gelb-Rote Karte für Laimer trüben die Freude. Werder kann die vielen Ausfälle nicht kompensieren.

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.