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Michael Jordan : "Ich liege im Zeitplan"

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Comeback der „23” mit 38: Michael Jordan Bild: dpa

Mit einer Niederlage ist Michael Jordan auf das Basketball-Parkett zurückgekehrt. Mit den Washington Wizards unterlag er im Test gegen die Detroit Pistons.

          Michael Jordan ist mit einer Niederlage auf das Basketball-Parkett zurückgekehrt.

          Entgegen seinem ursprünglichen Ansinnen lief der 38 Jahre alte Megastar am Donnerstag in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan) im Trikot der Washington Wizards zum ersten Saison-Vorbereitungsspiel bei den Detroit Pistons auf. Jordan spielte allerdings im mit 22.076 Zuschauern ausverkauften Sportpalast nur 16:33 Minuten. Dabei verbuchte er acht Punkte und drei Rebounds.

          "Meine Energie war gut"

          Danach verfolgte „His Airness“ die 85:95-Schlappe von der Spielerbank. „Die Niederlage ist zweitrangig. Ich bin über mich selbst überrascht. Meine Energie war gut, besonders im ersten Viertel. Meine Beine kommen langsam zurück. Es gilt noch einiges zu verbessern. Ich bin noch nicht da, wo ich sein möchte, liege jedoch im Zeitplan“, sagte Jordan nach seinem ersten NBA-Spiel seit dem 14. Juni 1998.

          Damals hatte er die Chicago Bulls im sechsten NBA-Playoff-Finalduell gegen die Utah Jazz mit der letzten Aktion 87:86 in Führung gebracht und sie zur sechsten Meisterschaft geführt. Als seine Wizards, bei denen er 1999 als Präsident und Teilhaber eingestiegen war, in der abgelaufenen Saison mit nur 19 Siegen gegenüber 63 Niederlagen zur Lachnummer der Liga wurden, reifte beim Chef der Wunsch zur Rückkehr aufs Parkett.

          Kurzauftritt mit Akzenten

          Jordans erste Aktion war ein geblockter Wurf. Sein erster Wurfversuch, ein Dreier, misslang. Der zweite glückte. Der Rückkehrer spielte die ersten 8:08 Minuten und im zweiten Viertel die ersten 8:25 Minuten. Trotz vehementer Sprechgesänge der Fans („We want Jordan“) spielte der Superstar in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Während seines Kurzauftritts deutete er in verschiedenen Aktionen an, was ihn bis zur Verkündung seines zweiten Karriere-Endes 1998 zum besten Basketballspieler aller Zeiten gemacht hatte.

          „Air“ Jordan enttäuschte also nicht, allerdings erlebten die Fans einen neuen, einen „sanften“Jordan. Frei vor dem Brett, begnügte sich der „Herrscher der Lüfte“ mit einem Korbleger statt einem krachenden Dunking. „Ich werde nichts versuchen, wofür ich derzeit noch nicht vorbereitet bin“, meinte Jordan: „Es ist nicht mehr wie es war. Aber in ein paar Wochen sind
          Dunkings wieder möglich.“

          Jordan wollte eigentlich die ersten beiden Vorbereitungsspiele nicht mitwirken, weil er sich noch nicht in der gewünschten Form befinde. Nachdem er am Mittwochvormittag verkünden ließ, dass er gegen Detroit und am Samstag gegen die Miami Heat nicht spielen werde, änderte er drei Stunden später seine Meinung. Die Wizards hatten einen Anruf aus der NBA-Zentrale in New York erhalten, dass Jordan wegen des Runs auf die Eintrittskarten spielen müsse.

          Erfolg für Nowitzki

          „Ich konnte nicht ahnen, dass die Fans so verrückt sind. Da ich niemanden enttäuschen möchte, habe ich meine Meinung geändert“, begründete Jordan seinen überraschenden Sinneswandel. Ob er alle acht Vorbereitungspartien bestreiten wird, ist ungewiss. Das erste Meisterschaftsspiel findet am 30. Oktober bei den New York Knicks statt.

          Zum zweiten Erfolg im zweiten Vorbereitungsspiel kam hingegen Dirk Nowitzki. Der deutsche Star gewann mit den Dallas Mavericks bei den Houston Rockets mit 115:110. Nowitzki war mit 18 Punkten hinter Khalid El-Amin (23) zweitbester Werfer seines Teams. Der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki fiebert bereits dem Aufeinandertreffen mit dem „Überflieger“ entgegen, das der NBA-Spielplan für den 8. Dezember vorsieht. „Michael Jordan ist Gott. Es wäre das Größte, gegen ihn zu spielen“, schwärmte der gebürtige Würzburger.

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