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Ski alpin : Olympia ohne Neureuther

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Felix Neureuther: Saison endgültig beendet Bild: AFP

Trotz Kreuzbandriss wollte Neureuther bei den Winterspielen starten. Nun musste er doch operiert werden. Doch das Saison-Aus soll nicht das Ende seiner Medaillenziele sein.

          Einige Wochen nach seinem Kreuzbandriss beim Training in den Vereinigten Staaten hat Felix Neureuther sein Zögern und Abwägen beendet und sich doch am linken Knie operieren lassen. Eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar in Südkorea ist damit ausgeschlossen, war aber ohnehin eher eine Illusion.

          Am Freitag wurde der Eingriff in der Universitätsklinik Innsbruck vorgenommen, der die Olympia-Träume des 33-Jährigen endgültig platzen ließ. „In den letzten Wochen habe ich alles versucht, um die Verletzung konservativ in den Griff zu bekommen, musste aber einsehen, dass eine Operation das Vernünftigste ist“, sagte Neureuther. „Da ich meine Karriere auf jeden Fall fortsetzen möchte, habe ich mich für diese Operation entschieden. Ich werde jetzt konsequent an meiner Rehabilitation arbeiten, um in der WM-Saison 2018/19 da weiterzumachen, wo ich in diesem Jahr aufgehört habe.“

          Der Deutsche Skiverband (DSV) begrüßt die Entscheidung von Neureuther. „Im Endeffekt ist Olympia für einen Sportler zwar der Event schlechthin. Aber am Schluss geht es um die Gesundheit, und da gab es für uns nie einen Zweifel, dass es vielleicht mehr Sinn macht, das Knie operieren zu lassen, als mit dem Risiko gerissenes Kreuzband an den Start zu gehen und Rennen zu fahren“, sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier.

          Der Eingriff stelle sicher, dass der deutsche Weltcup-Rekordsieger auch künftig Rennen fahren könne. „So bitter für uns ist, dass wir den Felix nicht dabei haben, aber dieses Knie muss repariert werden“, betonte Maier. „Und er kann ja nächstes Jahr noch Weltmeister werden. Das ist dann genauso viel wert, als wenn er jetzt Olympia fährt.“

          In einer einstündigen Arthroskopie ersetzte Christian Fink von der Universitätsklinik in Innsbruck Neureuthers Kreuzband mit einer körpereigenen Quadrizepssehne. „Felix wird voraussichtlich noch einige Tage stationär physiotherapeutisch behandelt, ehe er mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen kann“, wurde Fink vom DSV zitiert. „Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, ist ein Training auf Schnee in etwa sechs Monaten wieder möglich.“

          Erst einmal konzentriert sich Neureuther auf seine Genesung - und auf die Familie. „Ich kann jetzt sehr viel Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen“, hatte er schon kurz nach der Verletzung gesagt. Seine Freundin, die Biathletin Miriam Gössner, hatte im Oktober Töchterchen Matilda zur Welt gebracht.

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