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Mehrkampf in Ratingen : Starkes Comeback von Oeser

  • Aktualisiert am

Führend: Anouk Vetter Bild: Picture-Alliance

Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch hängt bei der zweiten WM-Qualifikation in Ratingen nach dem ersten Tag hinterher. Ein starkes Comeback gelingt Jennifer Oeser.

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          Zehnkämpfer Michael Schrader stellt bei der entscheidenden WM-Qualifikation in Ratingen erneut seine starke Form unter Beweis. Nach den ersten fünf Disziplinen am Samstag führt der WM-Zweite vom SC Hessen Dreieich mit 4330 Punkten vor dem Südafrikaner Willem Coertzen (4230) und Rico Freimuth (4094) die Gesamtwertung an.

          Bei den Siebenkämpferinnen feiert Jennifer Oeser nach einer Babypause ein starkes Comeback. Nach dem ersten Wettkampftag ist sie mit 3728 Punkten hinter der Niederländerin Anouk Vetter (3785) Zweite.

          Obwohl Schrader die Norm für die Weltmeisterschaften Ende August in Peking bereits in Götzis/Österreich mit 8415 Punkten deutlich übertroffen hatte, legte er sich noch einmal ins Zeug. Besonders imponierend war, wie der 27-Jährige nach zwei Fehlversuchen im Weitsprung noch 7,81 Meter erreichte. „Ich wollte nicht mit einer niedrigen Sieben-Meter-Weite nach Hause gehen, habe alles gegeben, alles riskiert und wurde belohnt“, sagte Schrader, der über 400 Meter sogar noch in 48,19 Sekunden die schnellste Zeit hinlegte.

          Kazmirek will nichts riskieren und steigt aus

          Götzis-Sieger Kai Kazmirek ließ es es etwas ruhiger angehen. Er hatte bei der ersten WM-Ausscheidung in Österreich 8462 Punkte vorgelegt und damit den Startplatz für Peking so gut wie sicher. Deshalb beendete der Athlet der LG Rhein/Wied vor den 400 Metern den Zehnkampf. „Ich will für die WM nichts riskieren“, sagte der EM-Sechste. Dies galt zum Teil auch für Freimuth. Der Vorjahressieger aus Halle/Salle begnügte sich wegen Knieproblemen im Hochsprung mit einem Versuch über 1,86 Meter.

          Verbissen: Pascal Behrenbruch
          Verbissen: Pascal Behrenbruch : Bild: dpa

          Der frühere Europameister Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt) verpatzte die ersten beiden Disziplinen und fand sich zunächst auf dem 15. Platz wieder. Doch der 30-Jährige steckte nicht auf und kämpfte sich mit 4094 Punkten zumindest auf den sechsten Rang nach vorne. Die Chance, dass er Freimuth, der in Götzis 8380 Zähler sammelte, noch überholen kann, ist jedoch gering.

          Oeser „Ich freue mich, wieder dabei zu sein“

          Stark trumpfte Jennifer Oeser auf, die Anfang Oktober 2014 ihren Sohn Jakob geboren hatte. In alle Disziplinen war noch Luft nach oben, aber mit 1,84 Metern im Hochsprung blieb sie nur zwei Zentimeter unter ihrer zehn Jahre alten Bestleistung. „Ich freue mich, wieder dabei zu sein“, sagte die 31 Jahre alte Leverkusenerin nach ihrem guten Comeback.

          Stark zurückgekommen: Jennifer Oeser
          Stark zurückgekommen: Jennifer Oeser : Bild: dpa

          Gute Chancen auf das WM-Ticket hat auch noch die Olympia-Zweite Lilli Schwarzkopf (LG Hannover). Mit 3584 Punkten lag sie als Sechste noch gut im Rennen. Richtig zufrieden war sie aber nicht: „Ich habe den Virus, der mich vor Götzis drei Wochen außer Gefecht gesetzt hat, noch gespürt.“

          Ihren WM-Startplatz hatte Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) nach ihrem starken Auftritt bei der ersten WM-Ausscheidung mit 6547 Punkten schon sicher. Dennoch trat die 23-jährige vom TV Alt Friedrichstein in Ratingen noch einmal an. „Die WM ist noch weit weg, der Terminkalender spielt uns in die Karten“, begründete sie ihren Start. Auch sie wollte aber kein Risiko eingehen und stieg vor vor den 200 Metern aus.

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