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Leichtathleten für Deutschland : „Der Moment, den ich mein Leben nicht vergesse“

Duell in Leipzig: Sam Parsons ist schneller als Amos Bartelsmeyer. Bild: Imago

Amos Bartelsmeyer und Sam Parsons sind Amerikaner. Nun aber laufen die eingebürgerten Amerikaner bei der Hallen-EM für Deutschland. Ihre Geschichten sind unterschiedlich – und teils ziemlich emotional.

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          „Mein ganzes Leben hatte ich in Amerika verbracht“, sagte Sam Parsons aus Boulder in den Rocky Mountains, kaum war er deutscher Meister geworden. „Jetzt bin ich ein kleiner Deutscher.“ Und Amos Bartelsmeyer, der in Seattle an der amerikanischen Westküste lebt, rief entschlossen: „Los geht’s jetzt mit Deutschland!“ Am Mittwoch hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die beiden Amerikaner für die Nationalmannschaft nominiert, die in zehn Tagen zur Hallen-Europameisterschaft in Glasgow antreten wird. Bei der deutschen Meisterschaft in Leipzig am Wochenende waren die beiden überraschend über 3000 Meter angetreten, Erster und Zweiter geworden und haben damit, wie es scheint, internationale Karrieren begonnen.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Bundestrainer Georg Schmidt traf die beiden 24-Jährigen zum ersten Mal in Leipzig. „Sie sind absolute Volltreffer und ein Zugewinn für den deutschen Sport“, schwärmt er. „Es ist eine Wonne, sie zu betreuen.“ Noch dazu sind die beiden schnell. Parsons siegte in 7:53,71 Minuten, nachdem Bartelsmeyer fast auf der gesamten Strecke Tempo gemacht hatte. Er habe das Gefühl, noch zehn Sekunden schneller laufen zu können, sagte er im Ziel.

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