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Zverev bei ATP-Finals : Alexander, der fast ganz Große

Wohin führt der Weg Alexander Zverev? Bild: EPA

Die internationale Tenniswelt hält große Stücke auf den jungen Mann aus Hamburg. In Deutschland steht Zverev auch als WM-Titelverteidiger immer noch tief im Schatten von Boris Becker.

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          Von Alexander Zverevs WM-Titelgewinn vor einem Jahr ist ein herrliches Schlussbild geblieben. Zu sehen sind neun glückliche Menschen, die zur Familie oder zum Betreuerstab gehören, mittendrin der Tennisprofi als strahlender Sieger. Zverev kniet hinter dem Silberpokal, lächelt jungenhaft und hält den wuscheligen Familienhund Lövik in den Armen. Das Bild zeigt reine Freude und pure Zuversicht: Zverev, den alle Welt Sascha nennt, hat im November 2018 nicht nur seinen ersten bedeutenden Tennistitel gewonnen, sondern auch viel für die Zukunft versprochen. „Du hast eine unglaubliche Karriere vor dir“, sagte der damals in London unterlegene Finalgegner Novak Djokovic.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein Jahr später muss man sagen: Von Zverev kam nicht mehr viel. Jedenfalls deutlich weniger, als zu erwarten war. Zwar hat er sich wieder für das Jahresabschlussturnier der acht besten Tennisherren der Welt qualifiziert, das gerade in London begonnen hat. Doch der Weg dorthin verlief oft rumpelig für den Titelverteidiger, der im vergangenen Jahr als erster Deutscher seit Boris Becker 1995 das ATP-Finale gewann.

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